Medizinische Versorgung in MV bedarf dringender Reformen

Von dpa
Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes einer internistischen Intensivstation.
Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes einer internistischen Intensivstation. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Schwerin - Die Enquetekommission des Landtags zur Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern drängt Regierung, Krankenkassen, Kliniken und Ärzteverbände zum Handeln. „Es gibt kein Erkenntnisdefizit. Es geht um die Umsetzung“, sagte der Kommissionsvorsitzende Jörg Heydorn (SPD) am Dienstag in Schwerin bei der Vorstellung des knapp 200 Seiten langen Abschlussberichts.

Der zunehmende Personalmangel in Arztpraxen und Kliniken und die demografische Entwicklung mit einer immer älter werdenden Bevölkerung lasse darauf schließen, dass die Probleme vor allem in ländlichen Regionen eher größer als kleiner werden. Deshalb seien neue Konzepte für eine vernetzte medizinische Versorgung erforderlich, ohne die strenge Trennung von ambulant und stationär. Zudem gelte es, einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr sicherzustellen. „Denn auch Menschen ohne eigenes Auto müssen zum Arzt und von dort auch wieder nach Hause kommen“, erklärte Heydorn.