Toraschreiber Yaacobov stellt Arbeit in Mühlhausen vor

Von dpa
Reuven Yaacobov schreibt auf eine neue Tora-Rolle.
Reuven Yaacobov schreibt auf eine neue Tora-Rolle. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Mühlhausen - Der Toraschreiber Reuven Yaacobov hat am Mittwoch in der Synagoge von Mühlhausen seine Arbeit an der neuen Tora-Rolle für die jüdische Landesgemeinde Thüringen vorgestellt. Aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie durften nur jeweils 30 Menschen gleichzeitig dem Künstler bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Die handgeschriebene Tora-Rolle ist ein Geschenk der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und dem Bistum Erfurt.

Die Tora ist die Heilige Schrift der Juden und umfasst die ersten fünf Bücher Mose. Sie beinhaltet mehrere Hundert Ge- und Verbote. Aus ihr wird etwa bei jüdischen Gottesdiensten vorgelesen. Um die Tora-Rolle zu schreiben, hat Yaacobov koscheres - also nach jüdischen Geboten reines - Pergament und besondere Tinte aus Israel geordert. Zu Papier gebracht wird der Text auf Hebräisch.