Zehn Kommunen werden Teil der Biosphärenregion Wattenmeer

Von dpa 20.08.2021, 10:35
Wattenmeer.
Wattenmeer. Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Sande - Fünf Städte und fünf Gemeinden entlang der Küste werden Teil einer neuen sogenannten Entwicklungszone des Unesco-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer. In diesem Gebiet, zu dem Siedlungsräume auf den Inseln und auf dem Festland gehören, sollen künftig Projekte beim nachhaltigen Wirtschaften etwa im Tourismus und bei der Landnutzung modellhaft gefördert werden.

Bei einer feierlichen Zeremonie unterzeichneten Vertreter der teilnehmenden Kommunen mit dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer als zuständige Verwaltungsstelle der Biosphärenregion am Freitag auf Schloss Gödens bei Sande (Kreis Friesland) eine Kooperationsvereinbarung.

Die Ausweisung einer Entwicklungszone ist nach Unesco-Vorgaben notwendig, damit das Wattenmeer langfristig als Biosphärenregion erhalten bleibt. Die Unesco hatte das Wattenmeer 1993 auf der Fläche des Nationalparks als Biosphärenreservat anerkannt. Kommunen auf den Inseln und an der Küste konnten selbst entscheiden, ob sie nun Teil der Entwicklungszone werden wollen. Für eine Teilnahme in Frage kamen 30 Gemeinden und 3 kreisfreie Städte.

Für einen Beitritt ausgesprochen haben sich nun die Städte Norden, Nordenham, Schortens, Wilhelmshaven sowie die Stadt Geestland mit den Ortschaften Imsum und Langen sowie die Gemeinden Jemgum, Sande, Spiekeroog, Zetel und die Samtgemeinde Hage. In einigen Gemeinden laufen Entscheidungsverfahren über einen Beitritt noch.