Bonn (dpa) l Mit Begriffen wie "Jammer-Ossi" und "Besser-Wessi" können junge Deutsche einer Umfrage zufolge nichts mehr anfangen. Unterschiede sehen die Befragten demnach eher definiert durch regionale Besonderheiten wie Dialekt oder persönliche Sozialisation als durch eine Ost- oder West-Zugehörigkeit. Für die repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts wurden 751 Menschen befragt, die im "Wendejahr" 1989 oder im "Einheitsjahr" 1990 zur Welt kamen. Das teilte am Sonntag die Deutsche Welle in Bonn mit, die die Umfrage in Auftrag gegeben hat.

Die große Mehrheit (77 Prozent) dieser "Generation 25" empfindet die Wiedervereinigung demnach als wichtigstes deutsches Ereignis der vergangenen 30 Jahre. Gleichzeitig stimmen im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt mehr 25-Jährige dem Satz zu "Die DDR war kein Unrechtsstaat". Als drängendste Probleme sehen die 1989/1990 Geborenen Zuwanderung (46 Prozent) und soziale Ungleichheit (24 Prozent).