Hamburg (dpa) l Wahlberechtigt sind gut 1,3 Millionen Hamburger ab 16 Jahren. Mehr als 300.000 von ihnen beantragten Briefwahlunterlagen. Die Hamburger haben die Wahl zwischen 15 Parteien mit 348 Kandidaten auf der Landesliste. Weitere 564 Bewerber stehen auf den Wahlkreislisten.

Mit Interesse wird das Abschneiden der seit 2015 gemeinsam regierenden Sozialdemokraten und Grünen verfolgt. Die Zweite Bürgermeisterin und Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank will das Amt des Ersten Bürgermeisters von Peter Tschentscher (SPD) übernehmen. In Umfragen der vergangenen Wochen lag allerdings beständig die SPD vor den Grünen in Führung. Christdemokraten und FDP stehen seit der Regierungskrise in Thüringen stark unter Druck.

Jeder Wähler kann zweimal fünf Stimmen vergeben und diese beliebig auf Parteien und Personen verteilen oder anhäufen. Das seit der Bürgerschaftswahl 2011 gültige System macht die Auszählung kompliziert. Der Landeswahlleiter wird am Sonntagabend lediglich die voraussichtliche Verteilung der 121 Sitze in der Bürgerschaft bekannt geben können. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird erst für Montagabend erwartet.