Delitzsch (ds) l Im Tiergarten Delitzsch ist die Trauer groß. Vor gut einem Monat war die 18-jährige Alpakastute "Jule" plötzlich tot im Stall gefunden worden. Nun kommt auch noch Fassungslosikeit hinzu, denn die Obduktion des Tieres hat ergeben: Jule wurde vergiftet. Das schreibt die Leiterin der Einrichtung, Dr. Elisabeth Wiegand, in einer Mitteilung auf der Homepage des Tiergartens. Zuerst berichtete die Leipziger Volkszeitung.

"Jule war nicht nur der Star vieler Führungen, schließlich ist sie fast zu jedem Kind gekommen, um ihm aus der Hand zu fressen, sie war auch Mutter unserer verbliebenen Stute und ihre Gesellschafterin", berichtet Wiegand. Nun sei ihr genau diese "zutrauliche und ein bisschen verfressene Art" zum Verhängnis geworden.

Eicheln führten zum Tod

So berichtet die Tiergartenleiterin, dass die Alpakastute immer wieder von Besuchern mit "diversen Sachen gefüttert" wurde. Darunter Sachen wie Brot, Entenfutter, Kekse oder Gummibärchen. Und das, obwohl es Warnschilder gebe. "Zum Tod führte bei ihr schlussendlich die massive Fütterung mit Eicheln, welche wir leider nicht nur bei den Alpakas sehen", erklärt Wiegand weiter. Die könnten zwar von den Tieren gegessen werden, "aber zum einen nicht roh und zum anderen ohne ihre Hütchen".

So bleibt der Tiergartenleiterin nur der dringende Appell: "BITTE füttern Sie unsere Tiere nicht!"

Das nun allein verbliebene Alpaka des Tierparks stehe nun mit einer alten Eseldame zusammen, heißt es weiter. Über eine Spendenaktion soll der Zuzug eines neuen Alpakas ermöglicht werden.