Washington l Donald Trump hat abgewirtschaftet. Eigentlich schon lange. Der letzte, der das merkt, dürfte vermutlich er selbst sein. Schuld an Trumps Scheitern sind zwei Dinge.

Erstens: Donald Trump. Der dicke verzogene Junge hat mit seiner „Wenn ich nicht der Bestimmer sein darf, mach ich Eure Sandburg kaputt“-Mentalität spätestens mit seiner letzten Aktion am und im Kapitol selbst langjährigen Weggefährten die Augen geöffnet – ausgenommen ein paar hirnverbrannte Taugenichtse. Zweitens: DJ Ötzi. Der Österreicher, der, als es die noch gab, in der Pistengaudi- und Bierzeltwelt seine großen Erfolge feierte, hat vielleicht auch ein bisschen am Wiedererstarken der US-Demokraten und so am Niedergang des ferkelblonden Despoten mitgefeilt. Im Wahlkampf wurde sein „Hey Baby“ als Anti-Trump-Hymne verwendet. Und darauf ist Gerry Friedle, so heißt der freundliche Mann mit der weißen Mütze in echt, ziemlich stolz, wie er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung verkündete.

Tausende Amerikaner sangen den Ötzi-Kracher mit folgendem abgewandelten Text: „Hey Donald Truhump! Uh! Ah! I wanna know why you are – such a cunt“. Das letzte Wort mit den vier Buchstaben ist nicht straßenfein und ist die abfällige Bezeichnung für ein weibliches Körperteil.

Nun ist die Verwendung von Schimpfwörtern nie gutzuheißen - wobei noch zu klären wäre, ob damit wirklich Trump beleidigt wurde oder eher das Körperteil. Egal, in dem Fall heiligt der Zweck die Mittel. Uh! Ah!