Köln (dpa) - Eigentlich hätte im Mai das erste mal ein Counter-Strike-Major in Lateinamerika stattfinden sollen. Doch wegen der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Gesundheitsgefahr für Spieler und Produktionsteams, wurde die ESL One Rio in den November verschoben.

War es bisher üblich, dass die besten Mannschaften sich für das nächste Major direkt qualifizierten, wird es für das Event in Rio de Janeiro eine Ausnahme geben. Teams qualifizieren sich in diesem Jahr ausschließlich über das CS:GO Regional Major Ranking (RMR). Hintergrund: Der zu große zeitliche Abstand zum letzten Major in Berlin im vergangenen Jahr.

Das RMR umfasst drei Etappen, in denen Mannschaften in regionalen Turnieren Punkte sammeln können. Die Anzahl der Punkte hängen dabei vom Abschneiden ab und von der zeitlichen Nähe zum Major. Die Top 16 Teams des Berlin Major bekommen zusätzliche Punkte.

Wie viele Mannschaften pro Region sich für das Major qualifizieren, hängt dabei vom Abschneiden der Region beim letzten Major ab. So können sich insgesamt elf europäische, aber nur fünf nordamerikanische Mannschaften qualifizieren.

Das erste RMR-Turnier ist die Road to Rio. In sechs regionalen Turnieren spielen jeweils die vorherigen Major-Teilnehmer und die Teams, die sich für das Rio-Minor qualifiziert hatten, gegeneinander.

Die europäische Liga ist in zwei Achtergruppen aufgeteilt. Die Erst- und Zweitplatzierten beider Gruppen qualifizieren sich für die erste Runde der Upper Bracket in der K.o.-Runde. Die jeweils dritten und vierten starten in der Lower Bracket.

Die Gruppe A wird angeführt von ESL Pro League (EPL) Gewinner Fnatic und Team Astralis, das die letzten drei Major-Turniere gewinnen konnte. Favoriten in Gruppe B sind der EPL-Zweite mousesports sowie G2 Esports. Start der Road to Rio ist der 22. April 2020.

CS:GO Regional Major Rankings