Gelsenkirchen (dpa) - Nach DFL-Chef Christian Seifert hat auch Schalkes Vorstandsmitglied Alexander Jobst eindringlich vor den möglichen wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie gewarnt.

"Wir alle sind uns in diesen Tagen der gesundheitlichen Bedrohung für das ganze Land bewusst. Absolute Priorität hat die Gesundheit der Bevölkerung! Die Auswirkungen der aktuellen Situation zeigen aber auch, dass es um die Existenz des FC Schalke 04 und der Clubs der 1. und 2. Bundesliga geht", teilte der für Marketing und Kommunikation zuständige Vorstand des Fußball-Bundesligisten auf der Club-Homepage mit.

Erst in der Woche ab dem 30. März will die Deutsche Fußball Liga in Absprache mit den Clubs entscheiden, ob und in welcher Form der Spielbetrieb wieder aufgenommen kann. Das Virus bestimme inzwischen "wesentliche Abläufe in unserer Gesellschaft. Dabei ist unsere Aufgabe, auch wenn wir die Entwicklungen der nächsten Zeit nicht einschätzen können, die Bundesligasaison bestmöglich zu Ende zu spielen", sagte Jobst. Das sei "die Verantwortung für Schalke 04 und für den gesamten Profifußball".

Jobst äußerte Verständnis für den Wunsch der Fans, Bundesligaspiele im Stadion zu verfolgen, ließ aber auch klar durchblicken, dass er bestenfalls noch mit Geisterspielen rechnet: "Es muss in allererster Linie unser Bestreben sein, die noch ausstehenden Spiele überhaupt austragen und die Saison zu Ende führen zu können - aller Voraussicht nach ohne Zuschauer. Medien- und Sponsoreneinnahmen sind für den FC Schalke 04 und die Proficlubs existenziell", sagte der 46 Jahre alte Ökonom. Am (morgigen) Dienstag präsentiert Schalke seine Konzern-Bilanz für das Jahr 2019, die vermutlich einen hohen Fehlbetrag ausweist.

Mitteilung FC Schalke 04

Profil Jobst auf Schalke-Homepage