Bremen (dpa) - Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald hat Kritik an der geplanten baldigen Vertragsverlängerung mit Fußball-Geschäftsführer Frank Baumann zurückgewiesen.

"Ich erachte es als zwingend notwendig, dass der Aufsichtsrat jetzt die Gespräche mit Frank Baumann führt", sagte der 60-Jährige in einem Interview des "Weser-Kurier" und ergänzte: "Wir müssen für die kommende Transferphase und die weitere Entwicklung wissen, wer der Ansprechpartner in diesem so wichtigen sportlichen Bereich ist. Es wäre doch fatal, wenn auf dieser Position erst Ende Mai geklärt werden würde, wer ab 1. Juli die Geschäfte führt."

Baumanns Vertrag beim Bundesligisten läuft am 30. Juni 2021 aus. Der frühere langjährige Werder-Manager Willi Lemke hatte die angestrebte vorzeitige Verlängerung zuletzt kritisiert - auch weil die neuen Mitglieder des Aufsichtsrates wegen der Corona-Pandemie erst im kommenden Frühjahr gewählt werden können. "Es jetzt schon zu machen, wäre nicht nur ein Affront gegen den neuen Aufsichtsrat, sondern auch gegen die Mitgliederversammlung", hatte Lemke dem Internetportal "Deichstube" gesagt.

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Interview mit Hess-Grunewald (Bezahlschranke)