Düsseldorf (dpa) - Die Fußball-Nationalspielerinnen schwärmen von den Trainingsmethoden des ehemaligen Bundesliga-Profis Jan-Ingwer Callsen-Bracker.

Abwehrchefin Marina Hegering berichtete in einer Online-Pressekonferenz begeistert von den Fortschritten, die das individuelle geistige Training mit sich bringt. Callsen-Bracker betreut zum zweiten Mal die DFB-Spielerinnen bei der Vorbereitung auf Länderspiele. Die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg spielt am Sonntag in Aachen (18.00 Uhr/Eurosport) gegen Belgien und am Mittwoch in Venlo gegen die Niederlande (18.30 Uhr/Eurosport).

"Es kann manchmal nur eine Augenbewegung sein, die man mehrfach wiederholt und gleichzeitig noch eine motorische Bewegung macht und dabei verändert sich plötzlich die Wahrnehmung von dem, was vorher nicht so gut funktioniert hat. Es ist total spannend zu sehen, was man dadurch noch alles erreichen kann", schwärmte Hegering. Das Training werde einzeln durchgeführt und dabei aufbauend auf Tests der Wahrnehmung wie Hören, Sehen und Fühlen würden Übungen zur individuellen Verbesserung entwickelt.

Beim sogenannten Neurozentrierten Training sollen Gehirn und Nervensystem als zentrale Elemente der Bewegungssteuerung vertiefend mit ins Training einbezogen werden. Ziel ist die Leistungssteigerung, Bewegungsverbesserung und Schmerzreduktion.

Callsen-Bracker, der für den FC Augsburg, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen in der Bundesliga aktiv war, ist in der DFB-Akademie für den Bereich Neurozentriertes Training zuständig. Der 36-Jährige hatte sich bereits in seiner Karriere mit der Thematik Neuro-Athletik beschäftigt.

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