Bundeskulturstiftung feiert in Halle Jubiläum / Staatsminister Neumann: "Erfolgsgeschichte" 2000 Projekte mit 260 Millionen Euro gefördert
Halle (epd) l Mit einem Festakt hat die Bundeskulturstiftung in Halle ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert.
Vor mehr als 500 geladenen Gästen im Opernhaus würdigte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gestern die Einrichtung als eine "Erfolgsgeschichte". Die Stiftung habe es "glänzend geschafft", einerseits die Vielfalt des aktuellen künstlerischen Schaffens auf breiter Basis zu fördern, andererseits aber auch eigene kulturpolitische Akzente zu setzen, sagte Neumann. Die Kulturstiftung des Bundes hat ihren Sitz in den Franckeschen Stiftungen in Halle und gilt als eine der größten Einrichtungen dieser Art in Europa.
Als besonders gelungene Beispiele für selbst initiierte Vorhaben nannte Neumann die Programme "Jedem Kind ein Instrument" und "Kulturagenten für kreative Schulen". Herausragend sei das Wirken der Stiftung auch bei zukunftsbestimmenden Themen wie etwa Demografie, Migration und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte, Sachsen-Anhalt habe seit 2002 vom Engagement der Stiftung sehr profitieren können. Dabei hob er die Restaurierung der Prunksärge in der Fürstengruft des Merseburger Doms und das Vorhaben "Schrumpfende Städte Bauhaus" hervor. Die Stiftung sei zudem "das klare Bekenntnis zu einem kooperativen Kulturföderalismus".
Die Stiftung hat seit ihrer Gründung Anfang 2002 nach eigenen Angaben etwa 2000 deutsche und internationale Projekte mit insgesamt 260 Millionen Euro gefördert. Bei ihr handelt es sich um eine sogenannte Zuwendungsstiftung, die von der Bundesregierung finanziert wird. Der Etat für 2012 umfasst 35 Millionen Euro.