1. Startseite
  2. >
  3. Kultur
  4. >
  5. Der optimale Laufschuh

Der optimale Laufschuh

20.06.2013, 11:29

Ob Marathon oder Trailrunning, Jogging in der Natur oder in der Halle — für jeden Laufsport gibt es den entsprechenden Schuh. Jedoch nicht für jeden Fuß. Wer viel Zeit in Jogging oder professionelleres Laufen investiert, der merkt schnell, wenn das Rennen zur Qual wird. Das Sprichwort "Wo drückt der Schuh?" kommt nicht von ungefähr. Eine Frage, die sich jeder Jogger stellen sollte.


Schuhe sind dazu gedacht, vor äußeren Verletzungen zu schützen. Schlecht sitzendes Schuhwerk hingegen fügt sie den Füßen zu: Es entstehen Blasen, Schwielen, Hornüberschüsse. Eine ganze Branche verdient daran, indem sie Ballenpolster, Fersenschutz und Druckstellenpflaster vermarktet. Dabei können die unangenehmen Veränderungen an den Füßen leicht verhindert werden, indem der Laufschuh mit Bedacht und entsprechendem Wissen ausgesucht wird. Entscheidend ist dabei in großem Maße die richtige Passform. Da jeder Fuß und jedes Geh- und Laufverhalten individuell ist (und sogar der linke und rechte Fuß in ihrer jeweiligen Form stark variieren können, beispielsweise auch nach Brüchen und Bänderrissen), ist es sehr wichtig, auf den passenden Schuh zu setzen. Schmerzen, die sich in den Hacken, Bändern Knien und auch in der Hüfte bemerkbar machen, sind die ersten Alarmzeichen, die auf falsche Schuhe hinweisen. Die Folge sind Haltungsschäden wie Fußfehlstelllungen, Kniefehlstellungen und Wirbelsäulenschmerzen.


Um die optimalen Laufschuhe zu finden, muss man allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. Mit einem Paar Joggingschuhen vom Discounter ist es nämlich nicht getan. Zahlreiche Tests haben belegt, dass nur hochwertige Modelle, wie Schuhe von mysportbrands, tauglich sind — Discounterschuhe hingegen schnitten immer mit den schlechtesten Urteilen ab. Wer neue Laufschuhe erwerben will, sollte die alten Treter mitnehmen. In einem Sportfachgeschäft kann ein Mitarbeiter anhand des Abnutzungsprofils grob das Laufverhalten ablesen. Zudem kann vor Ort eine kostenlose Laufbandanalyse oder Fußabdruckmessung durchgeführt werden, um Spezifika wie die individuelle Stellung des Fußes und das Verhalten des Knies beim Gehen oder Laufen aufzuzeigen. Druckbelastungspunkte und der Fußtyp sind somit schnell ermittelt. Anhand der Ergebnisse kann man das passende Paar Schuhe finden. Wer genauere, spezifischere Auswertungen haben möchte, sollte sich zusätzlich sportmedizinisch oder orthopädisch unter die Lupe nehmen lassen.


"Statur, Größe und Gewicht" der Läufer muss beim Kauf berücksichtigt werden, sagt Dr. Robert Percy Marshall, Sportmediziner am UKE Athleticum in Hamburg. Eine Analyse der Füße mit einem bloßen Blick – davon muss dringend abgeraten werden. An erster Stelle sollte nämlich die Fußstabilität stehen, denn es sei gefährlich, wenn die Füße "nach innen wegknicken". Und diese könne nun mal nur mit einer professionellen Analyse am Laufband erfolgen. Zudem sollten die Schuhe einen breiten Fersenbereich für die Hacken haben, denn viele Läufer rennen fersenbetont. Der Joggingschuh muss schließlich das Abrollen der Füße unterstützen.

Sichere Führung im Schuh sollte also für jeden Jogger das A und O sein, denn bei jedem Laufschritt werden die Füße mit dem dreifachen Körpergewicht belastet, was nicht nur Knochen sondern auch Gelenke strapaziert. Nach fünf Kilometern ist jedes Bein mit ungefähr 400 Tonnen belastet worden. Ein paar Laufschuhe hält 1000 Kilometer, danach ist die Dämpfung nicht mehr gewährleistet. Der Schuh sollte dann sofort ersetzt werden. Denn wenn es schmerzt, ist es meist schon zu spät.