Culture-Clash-Komödie "Happy Burnout": Möhring als sympathischer Anarcho
Stress, Überarbeitung und Burnout - Die heutige Arbeitswelt ist gnadenlos und oft unmenschlich. Davon hat der Punker Fussel jedoch noch nie gehört. Er lebt von Hartz-IV, seit es Hartz-IV gibt und lebt so in den Tag hinein. Doch seine Sachbearbeiterin will das ändern.
Berlin (dpa) - Der Hamburger Alt-Punk Fussel (Wotan Wilke Möhring) hält sich seit Jahren mit Hartz-IV über Wasser. Als diese Geldquelle zu versiegen droht, wird er von seiner sehr verständnisvollen Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt kurzerhand in eine Luxus-Psychiatrie geschickt.
Auf dem noblen Anwesen mischt der chaotisch-rebellische Fussel die brave Schar der Burnout-Patienten gehörig auf. Da kann die Psychologin Alexandra (Anke Engelke) nur staunen.
Der Regisseur André Erkau ("Das Leben ist nichts für Feiglinge") hat eine kurzweilige, gut besetzte Culture-Clash-Komödie in Szene gesetzt, die ganz auf den Hauptdarsteller zugeschnitten ist. Wotan Wilke Möhring als zerzauster Anarcho stürzt sich lustvoll in die Wortgefechte und überzeugt als schlagfertiger Leistungsverweigerer.
- Happy Burnout, Deutschland 2017, 103 Min., FSK ab 6, von André Erkau, mit Wotan Wilke Möhring, Anke Engelke, Kostja Ullmann, Julia Koschitz, Michael Wittenborn.