Julius Popp zeigt Installation in Seoul
Seoul (dpa) - In seiner Installationsreihe bit.fall lässt der Leipziger Künstler Julius Popp aus Wassertropfen flüchtige Wörter entstehen.
Die Ausstellung seines bisher komplexesten Kunstwerks, bit.fall pulse, ist am Dienstag im Nationalmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eröffnet worden.
Die raumfüllende Installation des mehrfach ausgezeichneten Künstlers besteht aus vier zwölf Meter hoch gestapelten, wandlosen Schiffscontainern, aus denen sich über Magnetventile pausenlos Wasser ergießt. Über ein Steuerungssystem werden die Wasservorhänge auf jeder Ebene so verändert, dass die herabfallenden Tropfen Wörter bilden, die kurz sichtbar werden, um sich dann im weiteren Fall wieder aufzulösen.
Mittels eines Computerprogramms greift bit.fall pulse dabei Schlagwörter aus dem Internet in verschiedenen Sprachen auf, um den flüchtigen Datenstrom sichtbar zu machen. Für mich ist es einer der wesentliche Inhalte, dass sich Kulturen austauschen und miteinander auseinandersetzen müssen, sagt Popp in Seoul. Er benutze Container bildhaft für Warenverkehr und das Internet bildhaft für den Informationsaustausch. Man sieht ja hier, wie es durch diesen Stapel durchregnet und damit quasi der größere Kontext aufgezeigt wird.