Nachdem Produktionsfirmen wie Disney und Universal bereits ihre Blockbuster der nächsten Monate aus dem Programm genommen haben, rückte nun auch Sony nach. Der Konzern wird einige seiner wichtigsten Titel von 2020 erst im nächsten Jahr zeigen, wie Variety berichtet.

Davon betroffen sind die Actionkomödie "Ghostbusters: Afterlife" und die Marvel-Comic-Verfilmung "Morbius", die beide ursprünglich im Juli in den amerikanischen Kinos starten sollten. Die deutsche Premiere war für August angesetzt. Da werden die meisten Kinos jedoch noch wegen der Coronakrise geschlossen sein, daher wurden beide Filme in den März 2021 geschoben.

"Uncharted" und Marvel-Film verdrängt

Auch die Kinderbuch-Verfilmung "Peter Rabbit 2" rutscht von diesem ins nächste Jahr und soll nun im Januar 2021 rauskommen. Diese Änderungen wirken sich wiederum auf die bestehenden Pläne des nächsten Jahres aus: "Uncharted", eine Verfilmung der gleichnamigen Videospielreihe, sollte eigentlich im März 2021 erscheinen, wurde von "Ghostbusters" und "Morbius" nun aber in den Oktober desselben Jahres gedrängt. Ein noch namenloses Sony-Marvel-Projekt, das in dem Monat rausgekommen wäre, wurde dagegen vorerst gestrichen.

Die Corona-Epidemie hat ganze Teile Hollywoods - sowie viele andere Industrien - größtenteils lahmgelegt oder zum Umdenken gezwungen. Blockbuster wie der James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" wurden um mehrere Monate verschoben, während Disney-Produktionen wie "Black Widow", "Mulan" oder "New Mutants" haben dagegen noch nicht mal neue Starttermine. Auch laufende Dreharbeiten mussten unterbrochen werden.

Andere Filme haben dagegen kurz nach oder kurz vor ihrem Erscheinen einfach das Medium gewechselt. Der Horrorfilm "Der Unsichtbare" und der Actionfilm "Bloodshot" wurden vorzeitig auf Streaming-Plattformen veröffentlicht, um die finanzielle Einbüßung durch Kinoschließungen abzuschwächen.