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100. Wagner-Festspiele eröffnet Viel Prominenz beim neuen "Tannhäuser"

26.07.2011, 04:32

Bayreuth (dpa). Mit einer Neuinszenierung des "Tannhäuser" sind gestern in Bayreuth die 100. Richard-Wagner-Festspiele eröffnet worden. Regisseur Sebastian Baumgarten stellte in seiner Interpretation der Wagner-Oper den Konflikt des Titelhelden zwischen der sinnlichen Welt der Liebesgöttin Venus und dem geordneten System der Wartburg heraus.

Zum Auftakt des international bedeutendsten deutschen Musiktheaterfestivals flanierte wieder zahlreiche Prominenz über den roten Teppich in das Festspielhaus. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wurden auch der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, die Schauspieler Maria Furtwängler, Michaela May, Erol Sander, Veronica Ferres und Edgar Selge sowie Gloria von Thurn und Taxis von den vielen Zaungästen mit Beifall begrüßt.

Neben dem neuen "Tannhäuser" stehen bei den 30 Vorstellungen bis zum 28. August "Parsifal" in der Regie von Stefan Herheim, "Tristan und Isolde" in der Deutung von Christoph Marthaler, die letztjährige Neuinszenierung des "Lohengrin" von Hans Neuenfels sowie letztmals "Die Meistersinger von Nürnberg" in der Regie von Festspielleiterin Katharina Wagner auf dem Programm.

Das Werk muss im kommenden Jahr der Neuinszenierung der Oper "Der fliegende Holländer" durch Jan Philipp Gloger weichen. Als Dirigent wird Christian Thielemann nach einjähriger Pause auf den "Grünen Hügel" zurückkehren.

Zum vierten Mal wird am 14. August eine Wagner-Oper live auf den Volksfestplatz übertragen. Nach einer Aufzeichnung der Kinderoper wird dort "Lohengrin" auf einer 180 Quadratmeter großen Bildwand zu sehen sein.