Burg l Durch die kommunale Übernahme der Einrichtung soll ein Neuanfang symbolisiert und das Image aufpoliert werden, begründet Fachbereichsleiter Maximilian Stein den Schritt. Zugleich will die Stadt verdeutlichen, dass die Kultur künftig einen höheren Stellenwert einnehmen soll.

Doch wie sehen die Volksstimme-Leser diesen Namens-Vorschlag? Rüdiger Meyer aus Burg hält davon zum jetzigen Zeitpunkt „nicht viel“. Zum einen, weil das Haus immerhin seit 2002 Stadthalle heißt „und sich niemand daran stört“ und zum anderen, „weil die Stadt bislang noch nicht beweisen konnte, dass sie mehr und noch bessere kulturelle Veranstaltungen durchführen kann“. Deshalb wäre es gut gewesen, die Umbenennung noch nicht auf die Tagesordnung zu bringen.

Stadt muss sich erst beweisen

Ähnlich sieht das Anne Mohrs. „Ich glaube schon, dass mehr Kultur in der Halle stattfinden kann, aber deswegen muss man nicht den Namen sofort ändern. Es wird sowieso niemand sagen, dass er ins Stadtkulturhaus geht, weil sich Stadthalle nun mal eingebürgert hat.“ Im Übrigen würden viele ältere Einwohner noch immer die Halle als Matern-Haus bezeichnen. „Daran sieht man, wie schwer es ist, solche Änderungen in den Köpfen zu verankern.“ Jetzt müsse die Stadt erst einmal beweisen, was sie besser machen könne.

Auch unser Leser Rainer Schwendt meinte, dass die Stadt den zweiten vor dem ersten Schritt gehe. Man könne sich nicht als Sieger erklären, wenn man den 100-Meter-Lauf noch nicht gewonnen habe. Die Stadt sollte erst mit Leistung glänzen. „Aber ich wünsche, dass der Neustart gelingt.“

Namensänderung ist nicht so wichtig

Für Margarethe Hahn aus Burg steht fest, dass der Name nicht unbedingt geändert werden müsse. „Es gibt Wichtigeres.“ Gleichwohl sollte sich das Niveau schon verbessern.

Der Name ist erst einmal unwichtig, findet der Biederitzer Detlef Skerat. Bei Kultur und Bewirtschaftung sollte erst einmal Leistung gebracht werden. „Man sollte sich nicht jetzt schon loben. Wo bleibt das Konzept für die Jahre 2021 und 2022? Ein neuer Name bringt es nicht, außerdem bleibt Kulturhaus Kulturhaus. Nun haben wir in der Verwaltung wieder einen neuen Job trotz der Geldsorgen.“

Leser erwarten Konzept für Stadthalle

Mit Skepsis und Fragen betrachtet Waldemar Schulze aus Schartau das Ansinnen der Stadt. „Die bisherige Pächterin hat keine schlechten Veranstaltungen durchgeführt. Deshalb wäre es zu allererst gut zu wissen, mit welchem Konzept die Stadthalle jetzt geführt werden soll und welche Veranstaltungen geplant sind. Der Name ist erst einmal zweitrangig.“

Peter Krüger aus Burg kann den städtischen Plänen nichts Sinnvolles abgewinnen. „Die Stadthalle sollte Stadthalle bleiben.“ Viel besser wäre es, wenn sich die Stadt um die wahren Probleme wie Hundedreck sowie Ordnung und Sauberkeit kümmern würde.

Burger Kulturoase?

Dem Burger Horst Gregor reicht die Diskussion. Er schreibt: „Seit der Wende hat das Personal derselben Einrichtung viel unternommen und wenig erreicht. Vorschlag: Nicht den Namen ändern, sondern das Angebot und eine kompetente Verwaltung.“

Mit einem eher ungewöhnlichen Vorschlag wartete Rolf Auerbach aus Körbelitz auf: „Burger Kulturoase“. „Das hat nicht jeder, es wäre was ganz Neues! Allerdings müsste es dem Anspruch des Wohlfühlens entsprechen – sowohl kulturell als auch gastronomisch. Ob dazu die Burger Stadtverwaltung in der Lage ist?“

Mehrere Leser gegen anderen Namen

Mehrere Leser, die ihren Namen jedoch nicht nennen wollten, plädierten dafür, den Namen Stadthalle nicht zu ändern. Weitere Vorschläge und Ideen nehmen wir entgegen.