Sport war das Motto Neujahrsempfang mit sportlichem Vorsatz
Der Neujahrsempfang der Stadt Burg und des Landkreises Jerichower Land war 2026: Wer da war und was geschlemmt wurde.

Burg - Mit einem Paukenschlag, und das im wahrsten Sinne des Wortes, begann der Neujahrsempfang der Stadt Burg und des Landkreises Jerichower Land. Die Taiko-Trommler aus Barleben machten den Aufschlag, denn sportlich sollte es zugehen: Sport war das Motto des Empfangs.
Als richtig sportlich sollte sich da Landrat Steffen Burchhardt (SPD) herausstellen. Er spielt bis heute Tischtennis. Mit Mitte 40 immer noch Landesklasse. „Mit ein bisschen Strategie und langen Armen kann man hier anders als in anderen Sportarten noch was erreichen – auch in meinem Alter“, witzelte er.
Olympiasiegerin hält Rede
Die sportlichen Anfänge von Burgs Bürgermeister Philipp Stark (parteilos) waren da bescheidener. „Mein erster sportlicher Ansatz war bei der Tanzschule Diefert, wo meine Eltern mich hinschickten. Allerdings erlaubten sie auch bald, dass ich Fußball spielen durfte“, berichtete er. Der Saal lachte. Fußball lag ihm dann doch mehr.

Zusätzlich sorgte die Vorstellung der beiden größentechnisch doch recht unterschiedlichen Lokalpolitiker zusammen in einem Team auf dem Basketballfeld für Erheiterung. „Einmal im Jahr spielen wir zusammen gegen die Burg Towers. Während ich zehn Minuten schaffe, hält der Landrat fast das ganze Spiel durch“, so Stark.

Richtig sportlich wurde es mit der Festrednerin. Die Olympiasiegerin im Speerwerfen 1992 in Barcelona Silke Renk-Lange war geladen. Sie ist heute Präsidentin des Landessportbundes. Mit dabei hatte sie ihre ihre Goldmedaille, mit der sie gerne mal Drittklässler beeindruckt. „Spätestens, wenn sie sie in den Händen halten und merken, dass die doch viel schwerer ist als eine normale Medaille, macht es den Unterschied zum Profisport deutlich“, verriet sie, wie sie bei der Jugend für den Profisport wirbt.







Dass sie nach wie vor stolz auf das Erreichte ist, war im Plausch nach dem offiziellen Teil zu hören. „Es bleibt die erste Goldmedaille nach der Wende bei Olympia“, sagte sie da stolz. Erst danach kamen Heike Drechsler und Co.
Irgendwie auch sportlich ging es dann beim Buffet zu: Zum vierten Mal war Philipp Pommer mit seinem Eventcatering engagiert, die 350 geladenen Besucher zu verköstigen. „Beim Thema Sport sollte es auch was Leichtes sein“, verriet er. So durften sich die Besucher auf eine Tomaten-Kokossuppe und eine Gemüse-Reis-Pfanne wahlweise mit Hühnchen freuen. „Ich selber liebe Fleisch, aber natürlich wollen wir da auch jedem gerecht werden“, erklärte er, dass es eben auch nicht ganz so einfach ist, es jedem schmecken zu lassen.

Während es beim offiziellen Teil in der Burger Stadthalle auf 155 Sitzplätzen und an den 45 Stehtischen dann doch etwas „kuscheliger“ zuging, lockerte es sich zum Essen merklich auf. Wer dann unterwegs war, konnte allerhand Leute entdecken mit dem „Ach ja, den kenne ich doch auch“-Effekt. Da waren Bürgermeister, Lokalpolitiker aller Couleur, Unternehmer, Ehrenamtliche und natürlich viele Vertreter des Sports. Man konnte erfahren, dass Bürgermeister Philipp Stark gut ins neue Jahr gerutscht ist – allerdings nicht in Burg, sondern im Huy bei Freunden.
Zeit zum Plaudern
Auch sein Vorgänger war anzutreffen. Jörg Rehbaum war in Plauderlaune. Er rutschte bei der Feuerwehr Niegripp heiter ins „Neue“. Ins Auge fiel auch eine kleine Gruppe von Leuten, die merklich den Altersdurchschnitt der Veranstaltung drückten. Allesamt im sozialen Bereich tätig, wie beispielsweise Burgs Streetworker Gordon Bothur. Der verriet noch, dass das grüne Hemd, das er trug, nur die zweite Wahl war. Denn die kleine Gruppe war wohl in heiteren Kostümen angerückt – die aber leider nicht als „dem Anlass entsprechend“ eingestuft wurden.