Burg l Es geht weiter: Auch nach der Landesgartenschau (Laga) wird Burg mit Fördermitteln bedacht, sagte Bauminister Thomas Webel (CDU) am Mittwoch. Für 2018 sind es knapp 1,7 Millionen Euro. Geld, das die Stadt dringend benötigt. Deshalb war der Ort der Fördermittel-Übergabe bewusst gewählt, denn knapp die Hälfte der Mittel wird für die energetische Sanierung der 1974 erbauten Schwimmhalle eingesetzt. Die Erneuerung des Gebäudes ist mit einem Gesamtvolumen von rund 8,6 Millionen ein Großprojekt für Burg, betonte Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD). „Wir haben lange darum gerungen und können nun alle ein wenig stolz sein, dass wir das Vorhaben in den kommenden Jahren umsetzen können.“ Webel machte in diesem Zusammenhang keinen Hehl daraus, dass sich Stadtratsvorsitzender Markus Kurze (CDU) dafür im Land besonders ins Zeug gelegt habe, um eine tragfähige Finanzierung auf die Beine stellen zu können. Der bezeichnete die Sanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudes als „i-Tüpfelchen“ nach der Gartenschau.

Alleinstellungsmerkmale

Wie wichtig eine Sanierung ist, machte auch Stadt-Mitarbeiter Peter May deutlich. So sei die Schwimmhalle nicht nur für den Freizeit- und Schulsport für Burg und die Region wichtig, sondern zeichne sich auch durch mehrere Alleinstellungsmerkmale aus: Beispielsweise als Trainingsstätte für den Wasserrettungszug des Katastrophenschutzes, für den jährlichen Leitungsnachweis der Polizei, für die Bundeswehr oder als Landesleistungsstützpunkt im Schwimmsport. Und: Auch bei einer Bürgerbefragung vor wenigen Jahren, bei der die Stadt wissen wollte, was den Einwohnern am wichtigsten ist, landete die Schwimmhalle auf dem ersten Platz. Mit den Arbeiten soll Ende 2019 begonnen werden. Die Stadt hofft nun noch auf Zuschüsse vom Innen- beziehungsweise Sportministerium.

Straßensanierung

Nicht minder wichtig sind den Burgern sanierte Straßen. Deshalb werden rund 186.000 Euro Zuschüsse in den grundhaften Ausbau der Oberstraße samt Klosterstraße fließen. Damit hat Burg dann eine lange Holperstraße weniger. Der Baubeginn ist im kommenden Jahr geplant. Begonnen wird ab der Einmündung Zerbster Straße. In Kooperation mit dem Wasserverband werden zugleich neue Leitungen verlegt, sagte Rehbaum.

Geld für das Rathaus

Auch die schrittweise Sanierung des historischen Rathauses am Breiten Weg ist nun möglich. Hierfür stehen insgesamt 186.000 Fördermittel bereit. Der erste Bauabschnitt umfasst Trockenlegungen im Sockelbereich sowie Erneuerungen an der Dachhaut und am Gesims. Ferner sind noch Brandschutzmaßnahmen und Arbeiten zur Schaffung der Barrierefreiheit erforderlich. „Unser Ziel ist es, dass der Stadtrat dort wieder tagen kann“, sagte Rehbaum.