Gardelegen l Benjamin Linde, Charlotte Müller, Jan-Ole Brune, Nele Drebenstedt und Max Julian Thiele hatten sichtlich Spaß. Die Schüler aus Mieste saßen mit Popcorn und Getränken sozusagen in der ersten Kinoreihe im Jugendclub Mood des Jugendförderungszentrums Gardelegen um Fotos vom gemeinsamen Filmprojekt anzuschauen, einen Rückblick auf ihre Arbeit in der Medien-AG zu halten und Material für die Ausstrahlung des Films im Filmpalast Salzwedel zu sichten. Mit dem Bus kamen sie zur Vorpremiere nach Gardelegen. Voraussichtlich im Januar soll der Imagefilm „Schulsozialarbeit“ als Produkt der Medien-AG der Miester Sekundarschule gezeigt werden. Eltern, Mitschüler und sogar Vertreter aus der Kommunalpolitik sind dazu willkommen.

Mit Handy-Video Wettbewerb gewonnen

Der Film entstand im Rahmen eines mehrtägigen Projektes zum Thema Schulsozialarbeit. Ausgeschrieben wurde dieses von der Netzwerkstelle Schulerfolg sichern und dem Offenen Kanal Salzwedel. Mitmachen konnten alle Sekundarschulen und Förderschulen des Altmarkkreises Salzwedel. Ziel des Projektes war, den Schülern einen kompetenten, weil bedachten Umgang mit der digitalisierten Welt zu vermitteln, da die unaufhaltsame Digitalisierung nicht nur nutze, son- dern auch Gefahren ber- gen kann, wie Annemarie Schmidt von der Netzwerkstelle Schulerfolg sichern erläuterte.

Mit einem Handy-Video konnten sich die Teilnehmer bewerben. Die Miester Schüler erhielten den Zuschlag und wurden zu einer offiziellen „Oscarverleihung“ eingeladen. Im Juli absolvierten sie einen Schnupper-Workshop im Offenen Kanal. Im September folgten zwei Projekttage an der Schule. Insgesamt 14 Mädchen und Jungen der 7. Klasse der Sekundarschule Mieste beteiligten sich an dem Projekt.

Die Dreharbeiten starteten mit dem Beginn des Schuljahres 2017/2018. Während der Herbstferien führten die Protagonisten Interviews. Unterstützt wurden sie bei diesem Projekt von Filmemacher Candy Szengel und von Andreas Leitel vom Offenen Kanal, der bei der Vorpremiere am Dienstag ebenfalls dabei war.

Erster Kontakt zur medialen Berufswelt

Bei dieser erlebten die Schüler, die sowohl vor als auch hinter der Kamera mitwirkten, zum ersten Mal nach der Sichtung von diversem Film- und Fotomaterial eine Rohfassung des Endproduktes. Außerdem wurden ihnen auch Fotos von den Projekttagen gezeigt.

Wie Annemarie Schmidt erklärte, solle das Filmprojekt auch zum Schulerfolg der Teilnehmer beitragen. So werden im Film die Aufgaben und Möglichkeiten von Schulsozialarbeit verdeutlicht. Die Schüler verinnerlichten während der Projektarbeit auch, soziale Medien kritisch zu nutzen. Zugleich förderte diese Arbeit die beruflichen und sozialen Kompetenzen der Jugendlichen und sie bot sogar eine berufliche Orientierung. So erhielten die jungen Teilnehmer Kontakt zu Ansprechpartnern der medialen Berufswelt.

Für die Mitwirkenden des Projektes brachte ihr Engagement vor und hinter der Kamera einfach nur Spaß. Beim Blick auf die Fotos erinnerten sie sich gern an die zurückliegende Arbeit. Sie sahen sich Ausschnitte aus dem material des Offenen Kanals sowie Fotos von der Netzwerkstelle an. Die Vorpremiere klang mit einem gemütlichen Adventsnachmittag im Jugendclub Mood aus. Im Anschluss fuhren die Schüler wieder zurück nach Mieste.