Gardelegen l Erneut hat es in einer Lagerhalle auf einem Firmengelände an der Stendaler Chaussee gebrannt. Nach Informationen der Redaktion handelt es sich um die Firma Frapa-Plast GmbH, wo es erst am 24. Mai dieses Jahres einen Großbrand gegeben hatte. Die Rettungsleitstelle hatte der Polizei am Sonntag um 5.35 Uhr ein Feuer mit Rauchentwicklung aus einer Lagerhalle auf dem Firmengelände gemeldet. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass sich der Brandherd in der Halle zwischen mehreren Big-Bags, gefüllt mit kleinen Kunststoffteilen, befand. Acht dieser Behälter brannten zum Teil komplett aus.

Eine große Ausdehnung des Feuers sei durch eine Sprinkleranlage in der Halle verhindert worden. Die Gardeleger Feuerwehr war mit 22 Kameraden und acht Fahrezugen im Einsatz. Der Schaden wird auf 2500 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Sprinkler verhindern Großfeuer

Am 24. Mai löste um 18.48 Uhr die Brandmeldeanlage des Unternehmens, das Kunststoffmüll zu Granulat verarbeitet, Alarm aus. Riesige Mengen Plastemüll standen in Flammen. Eine dicke, schwarze Rauchwolke mit einer Feuersbrunst breitete sich aus. Noch am Tag danach war kilometerweit der schwarze Rauch zu sehen. Für die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren begann damit ein Dauereinsatz. In der Spitze waren mehr als 170 Kameraden vor Ort. Über das Wochenende waren zusätzlich 35 Berufsfeuerwehrleute unter der Regie der Werksfeuerwehr Bitterfeld im Einsatz.

Brand bei Frapa-Plast Gardelegen

Gardelegen (iwi) l Die Löscharbeiten beim Gardelegener Kunststoffverarbeitungsbetrieb Frapa-Plast dauern an.

  • Am Donnerstagnachmittag wurde erste Technik und Pumpen zurückgebaut. Foto: Ilka Marten

    Am Donnerstagnachmittag wurde erste Technik und Pumpen zurückgebaut. Foto: Ilka Marten

  • Die Flammen auf dem Gelände hatten sich schnell ausgebreitet. Foto: Ilka Marten

    Die Flammen auf dem Gelände hatten sich schnell ausgebreitet. Foto: Ilka Marten

  • Verkohlte Plastikteile in den Boxen. Foto: Ilka Marten

    Verkohlte Plastikteile in den Boxen. Foto: Ilka Marten

  • Das Silo mit den Holzpellets konnte gerettet werden. Foto: Ilka Marten

    Das Silo mit den Holzpellets konnte gerettet werden. Foto: Ilka Marten

  • Am Donnerstagnachmittag qualmte es immer noch, Glutnester loderten immer wieder auf. Foto: Ilka Marten

    Am Donnerstagnachmittag qualmte es immer noch, Glutnester loderten immer wieder auf. Foto: Ilka M...

  • In den Gitterboxen befanden sich Kunststoffteile. Foto: Ilka Marten

    In den Gitterboxen befanden sich Kunststoffteile. Foto: Ilka Marten

  • Blick auf das Betriebsgelände am Donnerstagnachmittag. Foto: Ilka Marten

    Blick auf das Betriebsgelände am Donnerstagnachmittag. Foto: Ilka Marten

  • Die Einsatzkräfte hatten sich einen Weg aus Paletten gelegt, um trockenen Fußes über das Gelände zu kommen. Foto: Ilka Marten

    Die Einsatzkräfte hatten sich einen Weg aus Paletten gelegt, um trockenen Fußes üb...

  • Überall verbrannter Kunststoff. Foto: Ilka Marten

    Überall verbrannter Kunststoff. Foto: Ilka Marten

  • Verkohlte Gitterkisten auf dem Betriebsgelände. Foto: Ilka Marten

    Verkohlte Gitterkisten auf dem Betriebsgelände. Foto: Ilka Marten

  • Restlöscharbeiten am Donnerstag. Foto: Ilka Marten

    Restlöscharbeiten am Donnerstag. Foto: Ilka Marten

  • Am Donnerstagvormittag waren noch 25 Atemschutzgeräteträger und insgesamt 61 Kameraden vor Ort. Foto: Ilka Marten

    Am Donnerstagvormittag waren noch 25 Atemschutzgeräteträger und insgesamt 61 Kameraden ...

  • Das Wasser auf dem Betriebsgelände stand am Donnerstag an der Einfahrt einen halben Meter hoch. Foto: Ilka Marten

    Das Wasser auf dem Betriebsgelände stand am Donnerstag an der Einfahrt einen halben Meter ho...

  • Am Donnerstagvormittag waren Kräfte aus der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf im Einsatz. Foto: Ilka Marten

    Am Donnerstagvormittag waren Kräfte aus der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf im Einsatz...

Nach der Freigabe des Brandortes hatte die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein technischer Defekt wurde ausgeschlossen. Ermittelt wird wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung.

Videos