Mieste l Schulsozialarbeit - was ist das eigentlich? Und wie sieht die Arbeit in diesem Bereich konkret aus? Diesen Fragen ging ein Filmprojekt an der Miester Sekundarschule nach, das nun in der Abschlussphase ist. Am Dienstag haben die Schüler ihre Ergebnisse vorgestellt und über das Projekt gesprochen.

Zusammen mit Andreas Leitel vom Offenen Kanal Salzwedel haben die Schülerinnen und Schüler der Medien-AG einen Film gedreht. Sie erzählten darin über ihre Erfahrungen, die sie mit der Schulsozialarbeit an ihrer Schule bisher gemacht haben. Ein Herzenswunsch der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft ist, dass Marie Sprössel die Schülergruppe noch bis zum Schulabschluss begleiten sollte. „Ob dieser Wunsch sich auf lange Sicht bewahrheitet, steht in den Sternen“, so die Einschätzung von Annemarie Schmidt von der Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Gardelegen. Denn die aktuelle Förder- periode ende im Sommer 2020.

Mit Handyvideo gewonnen

Bei dem Film, den die Schüler gedreht haben, handelt es sich um einen Imagefilm, der den Mehrwert der Schulsozialarbeit verdeutlichen soll. Ein Jahr lang haben die Mitglieder der AG an ihrem Werk gearbeitet. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit den Thema „Schulsozialarbeit“ brachte das Projekt der Medien-AG in diesem Schuljahr diverse Erfahrungen mit dem Metier des Filmemachers. Manch einer wurde durch Andreas Leitel vom Laien zum Profi.

Die Möglichkeit, diesen Film zu drehen, haben die Schüler erhalten, da sie im Februar des vergangenen Jahres an einem Wettbewerb teilgenommen haben: „Dreh dein Handyvideo und gewinne ein Medienprojekt für deine Schule!“, lautete die Aufgabe für die Teilnehmer.

Umgang mit digitaler Welt erlernt

Der Hintergrund der Ausschreibung war, die Schüler zu einem kompetenteren und bedachtsameren Umgang mit der digitalisierten Welt, ihrem Nutzen, aber auch ihren Gefahren zu sensibilisieren. Die Miester Sekundarschüler nahmen die Herausforderung an: 14 Siebtklässler erprobten ihre Fähigkeiten und holten sich mit ihrem Handy-Video schließlich das Filmprojekt an ihre Schule.

Sie erhielten den Preis, und nach der „Oscarverleihung“, konnten sie im Juli an einem ersten Schnupperworkshop beim offenen Kanal teilnehmen. Es folgten zwei aktionsreiche Schul-Projekttage im September. Viele Interviews wurden im Herbst geführt. Die jungen Filmemacher sprachen mit Sozialarbeitern aller Schulformen.

Vorführung im Filmpalast

Es folgte viel Arbeit: Die Schüler sichteten das entstandene Film-und Foto-Material. Nach und nach entstand dann die Rohfassung des Films. Am 12. Dezember gab es dann für die AG-Mitglieder eine Vorpremiere ihres Films und lockere Gespräche über die Filmarbeit in adventlicher Runde.

Inzwischen ist der Film fast fertig. In der 21. Kalenderwoche, Anfang Mai, sollen die Arbeiten vollständig abgeschlossen sein, so der Zeitplan. Dann wird es auch eine Vorführung des Schulsozialarbeits-Films im Filmpalast in Salzwedel geben, kündigt Annemarie Schmidt an.