Gardelegen l Ein Großeinsatz der Polizei hat am Donnerstagmorgen in Gardelegen für Aufsehen gesorgt – zumal dabei auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) mit vor Ort war. Die Beamten vollstreckten einen gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss in der Wohnung eines 64-jährigen Mannes. Dieser hatte zuvor Bilder von sich mit einer Langwaffe veröffentlicht. Es bestand der hinreichende Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Wie Beatrix Mertens, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Stendal, auf Volksstimme-Anfrage mitteilte, seien auch „tatrelevante Gegenstände“ in der Wohnung sichergestellt worden. Der Mieter war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend.

Das Verfahren gegen ihn ist beim zuständigen Fachkommissariat der Polizeiinspektion (PI) anhängig. Sowohl dessen Beamte als auch Kräfte des Zentralen Einsatzdienstes der PI sowie auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Gardelegen waren mit im Einsatz. Die Wohnung des Verdächtigen soll sich im Gardelegener Wohngebiet Kellerberge befinden.

Hubschraubereinsatz in einem weiteren Fall

Mit dem Hubschrauber-Einsatz am Nachmittag, bei dem nach einem Mann gesucht wurde, der sich mit einer Langwaffe am Kaufland aufgehalten haben soll, hatte das morgendliche Geschehen übrigens nichts zu tun. Es habe sich um einen Zufall gehandelt, dass beide Einsätze an einem Tag stattgefunden hätten, so Beatrix Mertens.

Am frühen Donnerstagnachmittag hatten mehrere Zeugen von dem Mann mit der Langwaffe berichtet. Erst soll dieser an einem Pkw am Kaufland posiert haben, dann soll er sich fußläufig zu einem weiteren Geschäft im Hansecenter begeben haben. Die Waffe soll er dabei unter der Jacke getragen haben. Er wird wie folgt beschrieben: Etwa 1,80 Meter groß und schlank, mitteleuropäischer Phänotyp. Der Mann soll sich noch vor dem Eintreffen der alarmierten Polizei in einem weißen Kleinwagen unbekannten Fabrikats entfernt haben. Auch das Kennzeichen ist nicht bekannt.

Umso mehr hofft die Polizei auf weitere Hinweise von Zeugen, die Angaben zu dem Mann oder zu dem von ihm benutzten Fahrzeug machen können. Diese werden vom Revierkommissariat Gardelegen, Telefon 03907/72 40, entgegengenommen.