Genthin l Es passiert nicht alle Tage, dass vor dem Rathaus geschnippelt, geknetet und gekocht wird. Im Rahmen der interkulturellen Woche forderte eine Schulklasse den Genthiner Bürgermeister Matthias Günther zum Kochduell.

Stadtchef mit Kochmütze

Der Genthiner Stadtchef hatte sich dem Anlass entsprechend in Schale geworfen und war mit Kochmütze und Schürze perfekt ausgestattet. Mit drei Gängen, immer wieder durch Wissens- und Geschicklichkeitsduelle aufgelockert, wurden fleißig Punkte gesammelt, sowohl im Team des Bürgermeisters als auch bei der Schulklasse, die diesen herausforderte.

Die Schüler der Russischklasse der Sekundarschule am Baumschulweg mitsamt Lehrerin Elvira Dietert begann zunächst mit Pelmeni. Das sind russische gefüllte Teigtaschen. Diese gibt es mit verschiedenen Füllungen. Die kreation der Schüler kam bei der Probierrunde gut an.

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Kopf-an-Kopf-Rennen

Letztlich gab es bei den Gerichten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Mannschaften, die immer wieder einen Gleichstand erreichten. Doch am Ende setzten sich beim Dessert die Herausforderer gegen den Bürgermeister und die ihm helfenden Kinder durch. Die abendfüllende Veranstaltung hätte einen Steffen Henssler sicher vor Neid erblassen lassen.

Denn nicht nur, dass die Teilnehmer bei der Essenszubereitung ziemlich gefordert waren, es gab auch ein Rahmenprogramm, bei dem sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel (alias Karnevalistin und Jugendhausmitarbeiterin Birgit Heinzelmann) vorbeischaute und ihr Lob für die Genthiner Kochkünste aussprach.

Köche legen sich ins Zeug

Das Jugendhaus Thomas Morus hatte den Wettbewerb initiiert, um auf dem Marktplatz nicht nur die Feinschmecker, sondern auch jung und alt zusammenzubringen. „Uns hat dieser Nachmittag sehr viel Spaß gemacht“, bestätigte Jugendhausleiter Ronny Harzendorf. Für den Bürgermeister waren die Schüler „richtig schwere Gegener“. Aber auch er hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, um gut abzuschneiden.

Zuletzt konnten über 90 Euro an Spenden für eine Abschlussfahrt der Klasse nach Moskau gesammelt werden. Ebenso wechselten zwei Grills durch eine Verlosung den Besitzer.

Vielleicht wird es nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein, wie Ronny Harzendorf bestätigt: „Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen und können uns durchaus eine Wiederholung der Aktion vorstellen.“ Ob es klappt, wird sich zeigen, denn schließlich muss sich auch der Bürgermeister einer Revanche stellen wollen.