Genthin l Am Rauhen Gehege, ein Gelände zwischen Secanim und dem ehemaligen TAV Gelände in Höhe der Karower Straße, entsteht ein neues, kleines Stückchen Stadtwald.

Knapp zwei Hektar

Im Auftrag der Stadt wird hier im Frühjahr auf einer Fläche von knapp zwei Hektar eine Wiederaufforstung vorgenommen. Dafür werden gegenwärtig die Vorbereitungen getroffen, ein Forstmulcher und ein Streifenfpflug bereiten gegenwärtig das noch kahlgeschlagene Erdreich für die Pflanzungen vor.

Der alte Baumbestand auf der Fläche war im März vergangenen Jahres komplett entfernt worden. Überalterte, etwa 120 Jahre alte Kiefern, mussten komplett weichen, weil sie Schäden durch Pilze aufwiesen und so anfällig für Fäulnis wurden. Ein Teil der Bäume mussten allerdings schon zu einem früheren Zeitpunkt gefällt werden, weil sie eine Gefahr für den angrenzenden Zaun der Firma Secamin darstellten.

Schutz vor Verbissschäden

Die knapp zwei Hektar große Fläche wird wie angekündigt im Frühjahr zu 80 Prozent mit Stieleichen und zu 20 Prozent mit Edellaubhölzern bepflanzt.

Genau aufgelistet werden es 10 528 Stieleichen, 752 Bergahorn, 200 Schwarznüsse und 200 Vogelkirschen sein. Anschließend wird ein Wildschutzzaun in einer Höhe von 1,60 Meter errichtet, da die jungen Bäume durch Wildverbiss erheblichen Schaden nehmen könnten.

Zu 85 Prozent gefördert

Die Maßnahme wird zu 85 Prozent von Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) gefördert.

Die Stadt Genthin besitzt etwa 435 Hektar Wald. Um die ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung kümmert sich das Betreuungsforstamt Elb-Havel-Winkel.