Ballenstedt (vs) l Am 24. Dezember befuhr ein 27-jähriger Mann aus Ballenstedt mit seinem Pkw Renault die B185 aus Richtung Ermsleben kommend in Richtung Ballenstedt. Gegen 03.30 Uhr geriet er in einer Rechtskurve ins Schleudern, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Straßenbaum. Danach entfernte sich der 27-Jährige unerlaubt von der Unfallstelle, berichtet die Polizei in einer Mitteilung.

Erst um 09.30 Uhr wurde der Vorfall nach einem telefonischen Hinweis einer Passantin polizeilich bekannt. Dabei wurde lediglich mitgeteilt, dass ein Pkw am Straßenrand vor dem Ortseingang Ballenstedt stehen soll.

Die am „Abstellort des Pkw" eintreffenden Beamten des Revierkommissariats Quedlinburg erkannten sofort, dass sich hier ein Verkehrsunfall ereignete, da der festgestellte Pkw Renault im Frontbereich starke Beschädigungen aufwies.

Während der Unfallaufnahme erschien der 27-Jährige Unfallverursacher an der Unfallstelle und schilderte den Beamten, wie es zum Verkehrsunfall kam. Nach seinen Angaben war er aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Aufgrund eines Schocks ist er dann nach Hause gelaufen. Bei dem Verkehrsunfall erlitt er auch leichte Verletzungen, die keiner ärztlichen Behandlung bedurften. Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 6.000 Euro.

Bei seinen Schilderungen nahmen die Beamten Alkoholgeruch in der Atemluft des 27-Jährigen wahr. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,92 Promille.

Die Beamten leiteten daraufhin gegen den 27-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort in Verbindung mit Trunkenheit im Verkehr ein, ließen dem 27-Jährigen im Harzklinikum Quedlinburg zwei Blutproben entnehmen, stellten seinen Führerschein sicher und untersagten ihm die Weiterfahrt.