Halberstadt l David Neubert ist die Freude anzuhören, als er berichtet vom ersten Spendenlauf im Tiergarten Halberstadt. „Es war ein voller Erfolg“, sagt der Tiergartenleiter, der selbst mit seinem Hund Balu auf die Strecke ging.

Vor allem der Eifer der Kinder habe ihn überrascht, sagt er. Mehrere Kindereinrichtungen hatten sich schon im Vorfeld zur Teilnahme angemeldet, die Kleinen machten dann den Kampf um den Wanderpokal letztlich auch unter sich aus.

Zehnjährige überrascht alle

Zwei Läufer waren besonders engagiert und wollten gar nicht mehr aufhören, berichtet Neubert. „Die erst zehnjährige Eva Voigt vom Hort der Miriam-Lundner-Schule lief doch tatsächlich 20 Runden“, sagte ein begeisterter Tiergartenchef. Immerhin führte die Strecke über 1,33 Kilometer bergauf und bergab. Die junge Läuferin war am Nachmittag extra noch einmal mit ihren Eltern in den Tiergarten gekommen, um an der Siegerehrung teilnehmen zu können – gehörte sie doch mit dieser Leistung zu den Erstplatzierten. Zwar gab es noch keinen Pokal – der Graveur war kurzfristig erkrankt – aber Eva bekam für ihre herausragende Leistung eine Familienjahreskarte und „natürlich eine private Führung durch den Tiergarten, für den sie so engagiert gelaufen ist, um den Tieren noch etwas näher sein zu können“, sagte David Neubert.

Ebenso viele Runden schaffte übrigens auch Starter Borchert für das Team Tiergarten, das es jedoch (noch?) nicht aufs Siegertreppchen schaffte, aber auf Platz vier.

Tolles Ergebnis

Der Gruppensieg war stark umkämpft. Das Team Waldblick konnte ganz knapp mit 200 Runden den Wanderpokal gewinnen, die Horte „Freiherr Spiegel“ und „Miriam Lundner“ folgten ganz dicht mit 190 Runden und 163 Runden. Team Tiergarten ist mit 72 Runden vierter in der Gruppenwertung. „Wir sind gespannt, wer nächstes Jahr den Wanderpokal erlaufen wird“, sagte Neubert, der sich über die knapp 200 engagierten Läufer und 15 Teams freute. Denn die sorgten dafür, das am Ende 866 Runden zusammenkamen. Und weil jeder Läufer mit jeder Runde einen Euro in die Spendenkasse spülte, ist das Gehege für Frettchen Freddi wieder ein bisschen mehr in greifbare Nähe gerückt.

Viele Helfer

Neubert freute sich nicht nur über die aktiven Läufer, sondern auch über viele Helfer am Rande. Sowohl der Förderverein, Hagebau Halberstadt, THW-Jugendgruppe halfen bei Planung, Aufbau und Streckensicherung. Michael Guse und seine Mannschaft von „einfach-helfen Harz“ hatte ein wachsames Auge auf alle Läufer, damit sich niemand verletzte. „Dass es nur ein paar Krämpfe gab, ist sicher auch der guten Flüssigkeits- und Mineralienversorgung zu verdanken, für die die THW-Jugendgruppe und Karin Bienek mit einer großzügigen Getränkespende gesorgt hatten“, so Neubert.