Meisdorf (dl) l Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben auf den Straßen des Harzkreises fünf Menschen bei Unfällen ihr Leben verloren. Insgesamt registrierte die Polizei seit Jahresbeginn vier tödliche Unfälle, davon drei mit Beteiligung von Motorrädern oder Quad. Damit sank die Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich – 2019 waren in den ersten sechs Monaten bei sieben schweren Unfällen sieben Tote zu beklagen. Allerdings dürfte dieser erfreuliche Rückgang den coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens im ersten Halbjahr 2020 zu verdanken sein.

Zuletzt war am Montag ein Motorradfahrer bei einem Unfall bei Meisdorf (Stadt Falkenstein/Harz) tödlich verunglückt. Nach Polizeiangaben war der 21-Jährige aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz mit einer Ducati auf der Kreisstraße zwischen Wieserode und Meisdorf unterwegs. Gegen 15.45 Uhr kam er nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einer Leitplanke. Aufgrund der Wucht des Aufpralls wurde der Mann etwa zehn Meter weit in ein angrenzendes Waldstück geschleudert. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der 21-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle.

Die Zahl tödlicher Unfälle ist laut Polizei in den vergangenen Jahren gestiegen: von sechs tödlichen Crashs im Jahr 2017 auf jeweils 16 in den Jahren 2018 und 2019.