Stellen und Bewerber

997 freie Stellen wurden seit Beginn des Berichtsjahres im Landkreis Börde gemeldet. Unter anderen waren darunter:

81 Verkäufer

51 Industriemechaniker

50 Fachlageristen

45 Zerspanungsmechaniker

43 Elektroniker

35 Kaufleute Einzelhandel

Seitens der 614 männlichen Bewerber waren folgende Ausbildungsstellen besonders gefragt:

50 Kfz-Mechatroniker

33 Industriemechaniker

26 Verkäufer

25 Fachlagerist

19 Fachinformatiker

18 Fachkraft Lagerlogistik

Seitens der 384 Bewerberinnen waren folgende Ausbildungsstellen besonders gefragt:

49 Verkäuferin

44 Kauffrau Büromanagement

27 Kauffrauen Einzelhandel

22 Medizinische Fachangestellte

21 Verwaltungsfachangestellte

17 Industriekauffrau

Haldensleben l Die Zahl der bei der Agentur für Arbeit in Magdeburg gemeldeten Bewerber um Ausbildungsplätze ist konstant – das geht aus den Zahlen zum Berufsberatungsjahr 2016/2017 hervor. „Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort: Der Ausbildungsmarkt bietet jungen Menschen auch in diesem Jahr gute Chancen“, sagt Matthias Kaschte, Chef der Magdeburger Agentur für Arbeit, die auch für den Landkreis Börde zuständig ist.

Von der Agentur betreut wurden demzufolge im Landkreis Börde 998 junge Menschen – das sind elf weniger als im Vorjahreszeitraum. Viele Jugendliche entscheiden sich jedoch auch statt einer Ausbildung lieber für das Erreichen eines höheren Schulabschlusses und drücken deshalb länger die Schulbank.

Die Relation zwischen gemeldeten Ausbildungsstellen und Bewerbern ist in der Börde beinahe ausgeglichen. Rein rechnerisch kam auf jeden Bewerber eine gemeldete Ausbildungsstelle. Dennoch waren zum 30. September noch 34 junge Menschen im Landkreis auf Lehrstellensuche.

Zahl der Bewerber konstant

„Seit einigen Jahren müssen Unternehmen mit einer überschaubaren Zahl von Bewerbern leben“, sagt der Chef der Magdeburger Arbeitsagentur. Dennoch investieren die Betriebe in die Ausbildung. „Der Bedarf an jungen Fachkräften ist ungebrochen. In diesem Jahr wurden uns in Magdeburg über 68 betriebliche Ausbildungsstellen mehr als vor einem Jahr gemeldet“, so Matthias Kaschte. Die Zahl der außerbetrieblichen Berufsausbildungsstellen ist hingegen gesunken.

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters wurden 926 betriebliche Ausbildungsstellen im Kreis gemeldet. Zudem gibt es noch 71 außerbetriebliche Berufsausbildungsstellen. Zum Abschluss des Beratungsjahres Ende September waren noch 76 Stellen nicht besetzt.

Von den 998 Bewerbern wurden 648 in eine duale Ausbildung vermittelt. Daneben spielten unter anderem die Aufnahme eines Freiwilligendienstes oder eines Studiums eine Rolle. Von sieben Bewerbern ist nicht bekannt, welchen Weg sie eingeschlagen haben.

Fachkräfte-Bedarf ungebrochen

Weitere ein Prozent der Bewerber im Landkreis benötigen nach Einschätzung der Agentur noch intensivere Unterstützung vor der Ausbildungsaufnahme und werden deshalb mit berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen und Praktika oder Einstiegsqualifizierungen gefördert, um sich für einen späteren Ausbildungsstart fit zu machen.

Die derzeitige Bewerber-Stellen-Relation ist für viele Unternehmen ein Problem. Nicht alle Bewerber erfüllen die zum Teil hohen Anforderungen der Ausbildungsberufe. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, unterstützen die Agenturen für Arbeit und Jobcenter zum Beispiel mit der Einstiegsqualifizierung oder einer zusätzlichen Lernunterstützung Arbeitgeber, die auch jungen Menschen mit Lern- oder Bildungsdefiziten eine Chance geben. Auch die „Assistierte Ausbildung“ kann gefördert werden.

Für Fragen zur Rekrutierung von Auszubildenden steht der Arbeitgeber-Service unter 0800/455 55 20 zur Verfügung.