Detailgetreues Modell des Stendaler Torturms Haldensleber Wahrzeichen in Miniatur
Die Haldensleber Templer präsentieren zum 20-jährigen Vereinsbestehen eine Miniatur-Version des Stendaler Torturms. Im Maßstab 1:22 erlaubt das detailgetreue Modell einen Blick ins Innere des historischen Wahrzeichens.

Haldensleben - Während unten in der Küche alles still ist, dringen aus der ersten Etage des Stendaler Torturms Stimmen durch den Flur, das Klirren von Gläsern ist zu hören. Zwei Ritter stoßen fröhlich auf ihren Feierabend an. Ob sich diese Szene wirklich einmal abgespielt hat, lässt sich zwar nicht belegen. Das maßstabgetreue Modell des Haldensleber Wahrzeichens ermöglicht aber einen ansonsten realistischen Einblick in das Innere des Turms, der heute als Vereinsquartier der Haldensleber Tempelritter dient.
„Im aufgeklappten Turm kann man die detailgetreue Inneneinrichtung des Stendaler Torturmes, so wie er derzeit gestaltet ist, bewundern“, erläutert Mitglied Heike Seeger. Zum 20-jährigen Bestehen ihres Vereins haben die Templer die Mini-Version des Turms präsentiert. „Um den Besuchern zu unseren Führungen zur Stadtbefestigung die vier Tortürme von Haldensleben bildlich darstellen zu können, haben wir zuerst die Tortürme als Modell aus Karton gebaut“, erläutert Heike Seeger.

Dabei sei die Idee entstanden, die Arbeit des Vereins im Stendaler Torturm auch außerhalb von Haldensleben sichtbar zu machen und den Turm als Modell im Maßstab 1:22 zu bauen, erklärt sie weiter. „Außer der Darstellung von außen wollten wir das Innere des Turmes als unser Vereinsquartier sichtbar machen“, sagt Heike Seeger.
Mit dem Bau des Modells war Anfang dieses Jahres begonnen worden. Viele Stunden Arbeit und viel Liebe habe maßgeblich Reiner Baitinger in das Modell gesteckt.

Nun soll der Turm mit den Templern auch auf Reisen gehen, „zum Beispiel in unsere Partnerstadt nach Viernheim“, erklärt Heike Seeger. In der Zwischenzeit könne er im Schaufenster des Fördervereins Wichmannsburg und Umgebung in der Magdeburger Straße 34 bestaunt werden.
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Der Stendaler Turm wurde laut Stadt im Jahr 1330 erstmalig erwähnt. Er ist neben dem Bülstringer Turm das zweite noch erhaltene Stadttor in Haldensleben. Bauliche Elemente würden auf die mittelalterliche Herkunft hinweisen. Als der Turm in seiner ursprünglichen Bestimmung nicht mehr genutzt wurde, habe er im 19. Jahrhundert zeitweise als Gefängnis gedient.