Süplingen l „Karl May II – Mittendrin, nicht nur dabei“ – Der Titel des Karl-May-Wochenendes am Süplinger Canyon war am Wochenende Programm. Denn die Hunderten Zuschauer, die sich am Sonnabend und am Sonntag die Aufführungen ansahen, waren so nah am Geschehen, wie es überhaupt nur gehen konnte. Teilweise steckten sie wahrlich mitten im Geschehen.

Ob sich Soldaten und Rothäute prügelten, der Sheriff mit seiner Winchester vor dem Saloon für Ruhe sorgte, oder der Sohn des Bärenjägers mitten im Publikum seinen ersten Bären erlegte – das Publikum erlebte das Schauspiel hautnah mit. Dafür hatten die Laiendarsteller vom Freundeskreis Salchau, dem Süplinger Narrenbund und weitere Akteure perfekt gesorgt. Egal, wo man einen Platz am Canyon gefunden hatte, die Spielszenen verlagerten sich immer wieder, so dass man dem Geschehen immer gut folgen konnte.

Ohnehin hatten die Organisatoren sehr viel Fleiß, Herzblut und Liebe zum Detail in die Fortsetzung ihrer „Karl-May-Festspiele“ gesteckt. Sie hatten einen voll funktionsfähigen Saloon gebaut, ein Fort errichtet, aus dem tatsächlich im Spiel eine Kanone schoss, auf dem Canyon schipperte ein Hausboot, etliche Tipis waren aufgebaut und selbst eine „Dampflok“ tuckerte über das Gelände.

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Bis auf die letzte Minute hatten die Süplinger an den Requisiten und der Kulisse gebaut, damit zum Start am Sonnabend alles saß. Neben den eigentlichen Aufführungen hatten sie zudem ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, bei dem nicht nur die Herzen der vielen Kinder höher schlugen: Traumfänger oder Stirnbänder basteln, Ponyreiten, Bogenschießen und vieles mehr konnten die Besucher ausprobieren. Jäger und das Haus des Waldes ließen die Natur erleben, Falkner waren mit zwei prächtigen Greifvögeln vor Ort.

Am Sonntag konnten sich außerdem Erwachsene und Kinder im indianischen Fünfkampf mit Laufen, Schwimmen, Kanufahren, Bogenschießen und Axtwurf um den Titel „Canyon Man“ messen. Und noch vor der letzten Vorstellung gab es auch noch eine Apache-Live-Stunt-Show.

Die Festspielbesucher waren begeistert von dem, was die Süplinger auf die Beine gestellt haben. „Bad Segeberg 2“ oder gar besser waren da nur einige lobende Worte, gepaart mit der Hoffnung, dass es weitere Aufführungen geben wird.