Sporttauchen

Taucher erforschen die Unterwasserwelten im Süplinger Canyon

Der Steinbruch in Süplingen hat auch für Taucher eine Menge zu bieten. Durch seine relativ geringe Tiefe ist er auch für Anfänger geeignet.

Von Lena Bellon 21.07.2021, 17:51 • Aktualisiert: 23.07.2021, 11:15
Im Süplinger Canyon können spannende Objekte und sogar Süßwasserquallen von Tauchern entdeckt werden.
Im Süplinger Canyon können spannende Objekte und sogar Süßwasserquallen von Tauchern entdeckt werden. Foto: Markus Schmidt

Süplingen - Ein versunkenes Segelboot, Seerosen und kleine Süßwasserquallen – was nach einem exotischen Tauchgang klingt, kann in Haldensleben erlebt werden. Der Süplinger Canyon gilt als absolutes Tauchparadies in der Region. Aber was macht den Canyon so besonders?

„Der Süplinger Canyon ist für Tauchanfänger, aber auch für Profis sehr attraktiv, weil es Ausbildungsplattformen in verschiedenen Tiefen gibt, die für unterschiedliche Übungen gut geeignet sind“, erklärt Peter Kappmeier. Er ist Inhaber der Tauchschule Kappi-Divers und seit Januar 2020 der neue Pächter des Süplinger Canyons.

„Durch die Pandemie hatten wir einen schweren Start. Ich habe erst seit drei Jahren meine Tauchschule und die Saison des Süplinger Canyon hat erst im Juni diesen Jahres richtig für uns begonnen“, erzählt der Inhaber. „Ich habe mich riesig darüber gefreut, den Süplinger Canyon zu pachten. Der Steinbruchsee eignet sich hervorragend für kleine Tauchrunden von circa einer Stunde und ist damit genau das richtige für meine Tauchschule.“

Gutes Ausbildungsgewässer

Der See sei mit seiner geringen Tiefe von 10 bis 14 Metern und guten Sichtweiten als Ausbildungsgewässer besonders geeignet. „Der Canyon ist klein, aber fein. Deswegen sind auch Tauchschulen aus umliegenden Städten oft zu Gast“, erzählt der Inhaber der Tauchschule. Bisher seien Attraktionen wie ein versunkener Bauwagen und ein Kajütboot zu entdecken. „Die Landschaft unter Wasser wollen wir weiter ausbauen und planen gerade eine kleine Umgestaltung, damit das Tauchen auch für Profis im Canyon nicht langweilig wird“, weiß Kappmeier.

Störe, einen Wels,  Barsche und Weißfische seien ebenfalls Bewohner des Steinbruchsees, die beim Tauchen entdeckt werden können. Im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet gibt es noch andere Tiere zu beobachten wie beispielsweise Blindschleichen oder Feuersalamander. „Eine Besonderheit, die auch uns jedes Jahr wieder fasziniert, sind kleine Süßwasserquallen. Die bevölkern den See von Anfang September bis in den Dezember hinein“, erzählt der Taucher.

Das Gelände des Canyon sei seit vielen Generationen in Privatbesitz und auch Landschaftsschutzgebiet. Darum müssen sowohl von Tauchern als auch von anderen Besuchern des Sees bestimmte Regeln eingehalten werden. „Zuletzt wurde Leergut im Wert von 90 Euro aus dem See gefischt“, erzählt Kappmeier besorgniserregt. „Wir würden uns von den Besuchern mehr Umsicht wünschen.“