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Frost, Schnee und Futtermangel Wildtiere finden wegen dichter Schneedecke kaum noch Nahrung: Jagdbehörde ruft Notzeit aus

Die anhaltende Frostperiode zwingt die Jagdbehörde im Landkreis Börde zur Ausrufung der Notzeit. Wildtiere finden kaum Nahrung, daher ist artgerechtes Zufüttern durch Jäger vorübergehend erlaubt. Auch der Jagdbetrieb wird eingeschränkt, um das Wild zu schützen.

09.01.2026, 14:01
Wildtiere finden wegen der anhaltenden Frostperiode und der verharrschten Schneedecke kaum noch Nahrung.
Wildtiere finden wegen der anhaltenden Frostperiode und der verharrschten Schneedecke kaum noch Nahrung. SymbolfotoIMAGO/CHROMORANGE

Landkreis Börde/vö - Die anhaltende Frostperiode und die verharschte Schneedecke setzen dem Wild im Landkreis Börde zu. Weil Rehe, Hirsche und andere Wildarten laut Kreisverwaltung aktuell kaum noch Nahrung finden, hat die Untere Jagdbehörde in Abstimmung mit Kreisjägermeister und Jagdbeirat eine Notzeit ausgerufen – mit sofortiger Wirkung und bis auf Widerruf.

Nach Bundesjagdgesetz gehört es zum Jagdschutz, Futternot zu verhindern. Normalerweise würden Tiere in den Wäldern und auf den Feldern ausreichend Nahrung finden. Doch die anhaltende Frostperiode und die dichte Schneedecke führten dazu, dass sie immer weniger zum Fressen aufspüren.

Notzeit: Kraftfutter bleibt verboten

Während die Fütterung von Wild sonst verboten sei, dürften Jagdausübungsberechtigte in der Notzeit artgerecht zufüttern. Erlaubt seien Heu, Stroh, Getreide, Eicheln, Kastanien und Gartenbauprodukte. Kraftfutter bleibe untersagt, ebenso Küchenabfälle, Silagen, industriell hergestelltes Futter und mechanische Fütterungseinrichtungen.

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Auch der Jagdbetrieb werde eingeschränkt. Bewegungsjagden sollen ausgesetzt werden, und im Umkreis von 200 Metern um Futterstellen ist das Erlegen von Wild verboten.

Die Regelung solle sicherstellen, dass die Tiere die harte Witterung überstehen. Für Fragen steht die Untere Jagdbehörde telefonisch unter 03904/7240-4224 bereit.