Hohengöhren (asr) l „Der Bestand der Wildtiere hat sich wieder normalisiert. Die Befürchtungen nach der Flut haben sich damit glücklicherweise nicht bestätigt“, erklärte der Vorsitzende Arnold Bausemer.

Er verlas in Vertretung von Jäger Gernot Quaschny die Abschusszahlen des vergangenen Jahres. Dabei wurden 25 Wildschweine und jeweils acht Rehe und Hirsche geschossen sowie 101 Raubtiere wie Waschbären, Füchse, Minke und Marderhunde.

Abschussprämie wird gezahlt

Gerade die Abschusszahl der Raubtiere soll auch in Zukunft hoch bleiben. Deshalb haben die Hohengöhrener Landeigentümer auch eine Abschussprämie von fünf Euro pro Raubtier neu beschlossen. Die Regelung gibt es schon seit einigen Jahren, allerdings war nach der Flut in Abstimmung mit den Jägern darauf verzichtet worden. „Nachdem sich der Tierbestand wieder normalisiert hat, sind auch wieder mehr Raubtiere unterwegs. Mit der Prämie wollen wir gemeinsam einen Anreiz setzen, dass deren Zahl uns nicht über den Kopf wächst“, begründete Arnold Bausemer die Entscheidung.

Schutz im Dunkeln

Einen weiteren wichtigen Beschluss fasste die Versammlung auf Antrag von Ulf Wabbel, der gleichzeitig Jäger und Landeigentümer ist. Demnach wollen beide Gruppen zu gleichen finanziellen Anteilen sogenannte Halbkreisreflektoren anschaffen. „Die werden wir an den Leitpfosten entlang der B 107 zwischen Hohengöhren und Neuermark-Lübars befestigen, damit gerade im Dunkeln die Autofahrer noch besser den Straßenrand einsehen können“, erklärte Ulf Wabbel. Nach seinen Informationen habe man in der Gemarkung Fischbeck mit den Reflektoren sehr gute Erfahrungen gemacht und eine deutliche Reduzierung der Wildunfälle erreicht. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und soll in den kommenden Wochen praktisch umgesetzt werden.

Dank dem Vorstand

Anschließend bedankte sich Arnold Bausemer in seiner Funktion als Vorsitzender noch bei Vorstandsmitglied Sandra Rümschüssel und Schatzmeisterin Iris Schütte für ihr ehrenamtliches Engagement und den Mitgliedern für ihre aktive Teilnahme.

Nach dem formalen Teil ließen die Landeigentümer und Jäger den Abend noch gemütlich bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.