Havelberg l Es war der perfekte Anlass. Denn in der Johannesnacht wurde die „Kleine Dott“ unsichtbar und verstand die Sprache der Tiere. Die Geschichte von dem Mädchen, das durch die Jahrhunderte reist und ihre Umwelt kennenlernt, bildete die Grundlage für das vom Land Sachsen-Anhalt geförderte Projekt. Die beiden Berliner Künstlerinnen Anke Leonhardt und Britta Lehmann begleiteten es seitdem mit viel Engagement, erfüllten es mit unterschiedlichsten Veranstaltungen für Klein und Groß mit viel Leben.

Angelehnt wurden diese an die Zeitreisen der Kleinen Dott unter anderem durch die Prignitz, wobei sie zum Beispiel zur geheimnisvollen Frau Harke aufbricht und Jahrhunderte Kultur und Geschichte der Region kennenlernt. Unter anderem gehört auch Havelberg mit seinem Dom dazu.

Zum Abschluss des Projektes haben die beiden Künstlerinnen nun ein Buch mit dem Titel „Die kleine Dott spricht mit den Tieren“ fertiggestellt und dieses am Sonnabend in der Galerie Lange Straße 36 des Kulturprojektes vor fast 40 interessierten Gästen erstmals präsentiert.

Bilder

Druckgrafik von Heinz Sporkhorst

„Diese Arbeit von uns war die erste an einem Buch überhaupt – eine völlig neue Erfahrung. Nach und nach hat sich dieses im Laufe der Zeit dann weiterentwickelt – und hier ist nun das Ergebnis“, stellten beide den kleinen, bunten Band vor. Dessen 44 Seiten sind reich illustriert, Zeichnungen der beiden Künstlerinnen, aber auch von Kindern, die bei Workshops entstanden sind, haben darin Aufnahme gefunden. Und auch eine Druckgrafik vom Havelberger Dom vom Künstler Heinz Sporkhorst. Er hatte zur Vorstellung des Buches am Sonnabend übrigens auch ein selbst verfasstes Gedicht verlesen.

Der überarbeitete und stark gekürzte Text aus dem Originalwerk von Tamara Ramsay entstand mit Unterstützung von Brigitte Strugalla-Voltz.

Originelle Eröffnung

Originell war auch die Eröffnung der Veranstaltung: Alle Anwesenden sangen dazu mit musikalischer Begleitung die erste Strophe von „Alle Vöglein sind schon da“. Weitere vier Strophen, die danach folgten, hatten die Organisatoren selbst getextet.

Monika Schmidt-Wetter, die jetzt die Rechte an Tamara Ramsays Werk besitzt, zeigte sich begeistert von der Projekt­arbeit. „Sie ist offen für eine weitere Zusammenarbeit“, so Britta Lehmann.