Havelberg l „Viel Platz ist nicht mehr“, verdeutlicht Annegret Steffen, die Vorsitzende des Ortsvereins, mit einem Blick in die verschiedenen Abteilungen der Kleiderkammer. Und fügt angesichts der Massen an Bekleidung und anderen Dingen an: „Bedauerlich, dass wir unsere Sozialboutique in der Steinstraße schließen mussten. Denn diese bot uns natürlich noch weiteren Platz für unsere Auslagen.“ Letztlich konnte das Geschäft aufgrund von Personalmangel aber nicht mehr gehalten werden.

15 Container im Altkreis

Dieser sorgt auch weiterhin für Probleme, zum Beispiel wenn es darum geht, den Inhalt der Säcke aus den insgesamt 15 Kleidercontainern, die der Ortsverein im ganzen Altkreis Havelberg aufgestellt hat, zu sichten, zu sortieren und in die Abteilungen oder Lagerräume einzuordnen. Oder auch in den Müll zu tun, denn leider wird nach wie vor ein ganzer Teil Unrat in die Container geworfen.

Winter "schläft" im Lager

Derzeit ist es natürlich Frühlings- und Sommerbekleidung für Frauen, Männer und Kinder, die sich in den Regalen der entsprechenden Abteilungen befindet. „Die Wintersachen haben wir eingelagert, können aber trotzdem schnell damit helfen, falls ein solcher Wunsch geäußert würde“, betont Annegret Steffen.

Neben den drei genannten gibt es noch eine Gemischtabteilung in der Kleiderkammer – mit fast allem, was in einem Haushalt so gebraucht wird – von der Bettwäsche bis hin zum Kochtopf und zur Schrankwand.

Neue Öffnungszeiten

„Gut angenommen werden unsere neuen verlängerten Öffnungszeiten“, freut sich die Ortsvereinsvorsitzende. So am Dienstag bis 16 Uhr und am Mittwoch bis 14 Uhr. Donnerstags ist alles beim Alten geblieben. „Wegen unseres vielfältigen Angebotes – wozu unter anderem auch ein ganzer Teil gespendeter Neuware gehört – kommen die Leute gerne nach Havelberg“, berichtet sie weiter. „Die Kunden reisen zum Teil aus Kyritz, Pritzwalk, Perleberg und sogar aus Tangermünde an, wo es auch eine Kleiderkammer gibt.“

Spenden für die Ukraine-Hilfe

Der DRK-Ortsverein ist übrigens auch selbst ein fleißiger Spender. Erst kürzlich zum Beispiel mit 80 Kartons, gefüllt mit Schuhwerk, Kindersachen, Bettwäsche, Verbandsmaterial und vielen anderen nützlichen Dingen für die Ukraine-Hilfe.