Wulkau l „Eine feste Burg ist unser Gott“ – mit diesem von Martin Luther stammenden symbolträchtigen Lied wurde der Gottesdienst in der Wulkauer Kirche eröffnet. Der Wittenberger Reformator ist übrigens auch als überlebensgroße Abbildung in der Kirche zu sehen – vor seinem Konterfei saß der Posaunenchor, welcher gemeinsam mit der aus Wulkau stammenden Ulrike Bosse am E-Piano den Gottesdienst musikalisch begleitete.

Pfarrer Hartwig Janus dankte alle jenen, welche sich bereit erklärt hatten, als Kirchenälteste zu kandidieren. Natürlich vergaß er auch nicht, all jene zu erwähnen, welche in den vergangenen sechs Jahren als Kirchenälteste fungierten und die Geschicke der einzelnen Kirchgemeinden bestimmten. Vier anwesende Ehemalige – die anderen fehlten – wurden von ihm mit einer Urkunde und seinen Segenswünschen verabschiedet.

Ein Segen für die Ehrenamtler

Nach vorn gebeten und verpflichtet wurden später auch die neuen Kirchenältesten und deren Stellvertreter. Natürlich bekamen auch sie den Segen des Pfarrers mit auf den Weg. Er wünschte den neuen Ehrenamtlichen unter anderem viel Mut und Humor – und dass die jeweiligen Gemeindeglieder sie unterstützen.

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Insgesamt sechs Körperschaften gibt es im Pfarrbereich Sandau: Den Kirchgemeindeverband Sandau, welcher neben der Elbestadt auch Rehberg, Warnau und Schönfeld umfasst, das Kirchspiel Klietz-Scharlibbe sowie die Kirchgemeinden Garz, Kamern, Kuhlhausen und Wulkau. Insgesamt hatten 38 Gläubige als Kandidaten zur Wahl gestanden. Mindestens vier sind für ein Gremium nötig.

Die Kirchenältesten bereiten die Gottesdienste und weitere Aktivitäten vor, sind für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Kirchenmusik zuständig, unterbreiten Angebote für Senioren und müssen sich im Rahmen der Diakonie auch um jene Menschen kümmern, welche Beistand brauchen. Zu verwalten sind kirchliche Immobilien, wozu neben Kirche und Pfarrhaus auch Friedhöfe zählen. Nicht zuletzt stehen auch die Wahl des Pfarrers sowie die Öffentlichkeitsarbeit auf der Agenda der Kirchenräte.

Teils recht anspruchsvolle Aufgaben

Weil die Aufgaben teils auch recht anspruchsvoll sind – wie die aktuell laufende Dachsanierung in Sandau – müssten eigentlich spezielle Finanz- beziehungsweise Bauausschüsse gebildet werden. In Klietz und Wulkau sind die Orgeln defekt, in Schönfeld und Rehberg die Turmuhren. Das Problem im Pfarrbereich sind die recht kleinen Kirchgemeinden – dafür leiste man mit den sechs Gremien eine enorme organisatorische Struktur, wies der Pfarrer in seiner Predigt hin.

Der Pfarrbereich Schönhausen ist da um einiges weiter – hier gibt es nur noch die Kirchspiele Schönhausen und Schollene-Molkenberg.