Havelberg l Aufmerksamen Passanten und Kraftfahrern ist das frisch gemalerte Tor zum Künstlerhof des Kulturprojektes Stadtinsel Havelberg in der Uferstraße bestimmt schon aufgefallen. Der Künstler Fabian Fritz aus Berlin hat eine Szene aus der einstigen Sattlerei, die sich auf dem Hof befand, auf das Tor gemalt. „Das hat schon sehr viel Aufmerksamkeit erregt“, berichtet Anke Leonhardt, die mit Britta Lehmann und Heinz S. an dem Projekt „Mein Name ist Helga T.“ arbeitet. Die drei Berliner Künstler arbeiten damit die Geschichte des Haues Lange Straße 10 auf, zu dem der Künstlerhof gehört.

Am kommenden Sonntag, 8. Juli, sind Besucher zu Ausstellung und Fest auf dem Künstlerhof (Eingang von der Uferstraße) herzlich willkommen. Dabei geht es um 150 Jahre Lange Straße 10 – von der Sattlerei Schulz, die 1868 eröffnet wurde – bis zur Buchstation, die sich heute im Haus befindet. Die Künstler haben vorgefundenes Material gesichtet und mit vielen Zeitzeugen gesprochen. Die Ergebnisse werden am Sonntag vorgestellt.

Start ist um 14 Uhr. Auf dem Programm stehen eine szenische Lesung mit dem Titel „Gütigst“ mit Heike Zohm, eine Führung durch die Ausstellung, „Der Theaterbesuch“ mit Emma und Otto sowie Papierschöpfen mit Ligia Teryks. Sie ist zusammen mit dem Arzt Dr. Andrzej Angielczyk nach Havelberg gezogen und hat ihr Atelier in der Fischerstraße eingerichtet. Für kulinarische Köstlichkeiten sorgt der Havelberger Koch Michael Frontzek.

Skatturnier für Jedermann

„Wir freuen uns auf viele Besucher, denen wir bei freiem Eintritt spannende Stunden bieten wollen“, sagt Anke Leonhardt. Das Helga-T.-Projekt wird vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Es gibt an dem Tag außerdem eine Ausstellungseröffnung von Britta Lehmann in der Galerie Lange Straße 1. „Kopf an Kopf“ ist der Titel. Die Künstlerin wird ihre Arbeiten Besuchern bei einer Führung vorstellen.

Eng mit der Geschichte der Sattlerei ist das Skatturnier verbunden, das an dem Nachmittag stattfindet. Interessierte haben sich dafür bereits gefunden, wer möchte, kann aber auch noch ganz spontan mitmachen. Der Gewinner darf sich über den „Helga T. Pokal“ freuen.