Klötze l „Wird es nicht langweilig, jedes Jahr die gleichen Weihnachtslieder zu singen?“, fragte Klötzes Pfarrer Michael Nolte bei der Begrüßung der vielen Gäste in der Sankt Ägidiuskirche und hatte auch gleich eine Antwort: „Nein.“ Schließlich sage man jeden Tag „guten Morgen“ oder „gute Nacht“. Manche Rituale würden eben täglich ausgeführt und manche seltener. So sei es eine schöne Tradition, jedes Jahr Weihnachtslieder zu singen.

Dieser Meinung sind auch die Damen des Klötzer Frauenchores, die sich zu ihrem mittlerweile 20. Adventskonzert den Gemischten Chor Apenburg, die Jagdhornbläsergruppe Klötze sowie zwei Instrumentalisten der Musikschule Tino Hoffmann in Klötze eingeladen hatten.

30 Melodien erklangen

„Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie den Nachmittag“, richtete Klötzes Chorleiterin Carmen Franke das Wort an die Gäste. Freundlich und herzlich führte sie durch das Programm, in dem nicht nur jedes Ensemble einzeln einiges aus seinem Repertoire zum Besten gab. Sangen etwa die Gastgeberinnen zur Eröffnung zur Begleitung der Bläser den Weihnachts-Evergreen „Alle Jahre wieder“, avancierten sie im zweiten Programmteil mit den Apenburger Sängerinnen und Sängern zum Gemischten Chor und ganz zum Schluss bei „O du fröhliche“ mit dem Publikum zu einem großen Chor.

So erklangen an diesem dritten Adventssonntag an die 30 bekannte und weniger bekannte Melodien. Dazu gehörten unter anderem „Preludio“ von Antonio Vivaldi und „Makin Whoopee“ , dargeboten von dem Violinisten Tristan Sopauschke sowie dem Pianisten Jeremias Rahmsdorf von der Musikschule Hoffmann. Zwischendurch trat Carmen Franke einige Male ans Mikrofon, rezitierte Gedichte und teilte mit Zuhörern Anekdoten ihrer Kindheit. „Denn die Adventszeit ist auch eine Zeit der Erinnerungen.“