Klötze l Einmal im Juli eines jeden Jahres, einmal im Januar – das waren bislang die Termine für die Begrüßung der Neugeborenen in der Einheitsgemeinde. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Zu viele Babys erblickten bisher im zweiten Halbjahr das Licht der Welt, um sie und ihre Eltern zusammen in der Evangelischen Familienbildungsstätte begrüßen zu können. Deshalb entschied sich die Stadtverwaltung kurzerhand, erstmals einen dritten Termin vorzubereiten. Denn waren es 2016 insgesamt 96 Neugeborene, zählte das Einwohnermeldeamt bis Ende September 2017 schon 63 Neu-Klötzer. Zusammen mit den Geburten in den Monaten Oktober, November und Dezember könnte die Stadt auf einen Rekord zusteuern, vielleicht sogar erstmals die 100er-Marke knacken.

Naturgemäß sind in der Kernstadt Klötze mit den meisten Einwohnern von Juli bis September mit zehn die meisten Babys geboren worden. Vier Neugeborene erblickten in Kunrau das Licht der Welt, drei in Neuferchau. In den weiteren Dörfern waren es zwei, eins oder auch mal kein Baby.

Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels erinnerte am gestrigen Mittwoch in der EFA an den November 1989, der nicht nur wegen der politischen Wende in Deutschland sehr geschichtsträchtig sei, sondern auch, weil von den Vereinten Nationen in New York die Kinderrechtskonvention verabschiedet worden sei. „Darin zusammengefasst sind alle Kinderrechte“, erläuterte Bartels und machte darauf aufmerksam, dass die Stadt Klötze dem mit zahlreichen Einrichtungen gerecht werde. „Acht Kindergärten, drei Grundschulen, drei Schulhorte, der Jugendklub Corner, die Evangelische Familienbildungsstätte EFA, Vereine und Verbände, zahlreiche Spiel- und Sportplätze“, zählte er auf. Die Kita Spatzennest habe gerade einen neuen Außenbereich und einen neuen Eingang bekommen. „Jedes Jahr gibt die Stadt 20.000 Euro für die Kitas aus“, betonte Uwe Bartels. Beispielsweise soll die Kita Jahrstedt noch dieses Jahr ein neues Großspielgerät bekommen.

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Bauklötze geschenkt

Angelehnt an das Motto der Stadtsanierung „Bauklötze staunen“ erhielt jedes Kind einen Beutel Bauklötze. „Jeder Baustein ist Teil des Ganzen. Genauso ist jedes Kind Teil einer Familie, die wiederum Teil der ganzen Gesellschaft ist“, verdeutlichte Bartels. Und zudem: „Kinder sind in der Stadt Klötze willkommen.“

Im Anschluss stellte EFA-Leiterin Thekla Putzke einige Angebote ihrer Einrichtung wie Eltern-Kind-Gruppen vor. Bei Interesse konnten sich die Mütter und Väter mit ihren Kindern auch gleich anmelden.

Weil die Atmosphäre in dem kleineren Kreis viel angenehmer war, soll es 2018 bei drei statt zwei Terminen für die Baby-Begrüßungen bleiben.