Gesucht: Normalos und Türsteher-Typen

Die Komparsenagentur Agentur Filmgesichter sucht 300 Männer als Komparsen und Kleindarsteller für die Dreharbeiten eines „Tatort“-Krimis in Magdeburg.Die Männer sollten zwischen 20 bis 60 Jahren alt sein.Gesucht werden „finstere“ und „gefährlich“ aussehende Männer, markante, schräge, ausgefallene, gelebte Typen jeden Alters, u. a. Männer mit Tattoos, „Türsteher“-Typen, Bodybuilder, „Freaks“, außergewöhnliche Charaktergesichter, Männer mit sichtbaren Narben oder ungewöhnlichem ÄußerenAber auch ganz durchschnittlich aussehende Männer, egal ob groß, klein, blond, braunhaarig, dünn oder mit Bierbauch werden zum Einsatz kommen.Die Komparsen werden für ca. 1 - 4 Tage zum Einsatz kommen. Die Komparseneinsätze werden im Regelfall mit üblichen Komparsengagen ab 63 Euro/ 7h (und Zuschlägen) bezahlt. Anmeldung über die Agentur unter www.filmgesichter.de. Nach Bewerbung informiert die Agentur die Bewerber, ob sie berücksichtigt werden.

Magdeburg l Die „Ermittlungen“ in Sachen „Tatort“-Dreh in Magdeburg gestalten sich fast wie in einem Krimi als überaus schwierig. Öffentliche Informationen gibt es so gut wie gar nicht. Lediglich ein Hinweis einer Komparsenagentur aus Berlin bestätigt, dass Magdeburg bald ein Drehplatz für Deutschlands beliebteste Krimi-Serie im Fernsehen wird. Die Agentur „Filmgesichter“ sucht - und zwar möglichst schnell - 300 (!) Männer als Komparsen und Kleindarsteller für einen „Tatort“. Verraten wird dort allerdings nicht, um welchen Tatort es sich handelt. „Das darf ich Ihnen leider nicht sagen und ist der Produktionsfirma vorbehalten“, sagte am Dienstag Johanna Ragwitz. Ihre Agentur in Berlin beliefert regelmäßig TV-Produktionen mit „Filmgesichtern“. Neben „Soko Leipzig“ im ZDF gehören auch Kinofilme wie „Vier gegen die Bank“, „Fack ju Göhte 2“ oder das „Grand Budapest Hotel“ zu den Referenzen.

Darsteller aus Magdeburg

Nun also ein „Tatort“-Dreh in Magdeburg, über den nur so viel bekannt ist: Es soll Wunsch der Produktionsfirma gewesen sein, Szenen des Krimis in Magdeburg mit Kleindarstellern aus Magdeburg und Umgebung zu drehen. Worum es inhaltlich geht, welchen Anteil die Szenen in dem Tatort haben und wo im Film die Magdeburger Aufnahmen verortet werden - alles unklar.

Sicher ist nur: Gesucht werden in Magdeburg echte Typen. In der Ausschreibung für die Komparsen heißt es: „Gesucht werden u. a. Männer mit Tattoos, Türsteher-Typen, Bodybuilder, Freaks, außergewöhnliche Charaktergesichter.

Leider noch keine Details

Am Abend wird dann zumindest dieses Rätsel gelöst: Die Magdeburger Szenen werden in einen „Tatort“ aus Dortmund eingebaut. „Ich kann bestätigen, dass der Dortmunder Tatort teilweise in Magdeburg gedreht wird. Da der finale Drehplan aber noch nicht steht, bitte ich um Verständnis, dass wir Ihnen derzeit keine Details nennen können“, sagte Kristina Bauch vom Westdeutschen Rundfunk. Der Dortmunder „Tatort“ mit den Kommissaren Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Daniel Kossik (Stefan Konarske) wird vom WDR produziert. Über Inhalte und Sendetermine wurde nichts mitgeteilt.

Sicher ist dagegen: Magdeburg flimmert lange vor dem noch zu drehenden „Tatort Dortmund/Magdeburg“ in einem Krimi über die Mattscheibe. Am 12. Februar um 20.15 Uhr läuft in der ARD mit dem „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg der „Bruder“ des „Tatorts“ aus Magdeburg. Titel: „Dünnes Eis“.