Magdeburg l Die Stadt Magdeburg ist für den Mittelstand ein interessantes Pflaster. Das jedenfalls attestierte die „Oskar-Patzelt-Stiftung“ der Stadt und zeichnete sie mit dem begehrten Titel „Premier-Kommune des Jahres 2017“ aus. Wirtschaftsbeigeordneter Rainer Nitsche konnte den Preis während einer Festgala im Berliner Maritim-Hotel entgegennehmen.

Die Oskar-Patzelt-Stiftung nimmt sich bundesweit der Würdigung hervorragender Leistungen mittelständischer Unternehmen an und verleiht jährlich im Herbst die Auszeichung „Großer Preis des Mittelstandes”. Die Jury der Stiftung ist mit Wirtschaftswissenschaftlern, Unternehmern und Wirtschaftspolitikern besetzt. Mit Sonderpreisen werden ebenfalls eine Bank und eine Kommune ausgezeichnet.

Magdeburg behauptet sich gegen 14 Mitbewerber

2017 also Magdeburg, und die Stadt konnte sich gegenüber 14 Mitbewerbern behaupten. Untersucht wird von der Wettbewerbsjury, wie sich eine Stadt auf die Belange des Mittelstandes einstellt und welche Möglichkeiten geboten werden, um diesen Bereich der Volkswirtschaft zu fördern und vor allem auch, um ihn dazu zu bewegen, in einer Stadt zu investieren.

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„Wir haben seit rund zehn Jahren die mittelständische Wirtschaft in den Fokus der Wirtschaftsförderung der Stadt Magdeburg genommen“, sagte Rainer Nitsche im Volksstimme-Gespräch. Es sei durchaus wünschenswert, wenn sich große Unternehmen in einer Stadt wie Magdeburg ansiedeln, und darum werde man sich auch weiterhin bemühen. „Der verlässliche Kern der Wirtschaft einer Stadt ist aber meiner Meinung nach der Mittelstand. Er ist breit gestreut in seiner unternehmerischen Tätigkeit und darum weniger anfällig für Wirtschaftskrisen.“

Magdeburg verbessert Infrastruktur

Magdeburg habe die Infrastruktur, vor allem im IT-Bereich, kontinuierlich verbessert. Dazu komme, dass die Stadt ein umfangreiches Beratungsangebot aufgebaut habe und Gewerbeansiedelungen gerade für mittelständische Unternehmen unterstütze und fördere.

„Von der Jury wurde auch unser internationales globales Engagement im Rahmen der Wirtschaftsförderung besonders hervorgehoben, etwa die intensiven Wirtschaftsbeziehungen nach China, in die wir den Mittelstand immer mit einbeziehen“, so Nitsche.

Magdeburg macht mit Preis auf sich aufmerksam

Und was hat die Stadt Magdeburg von dem Preis? „Wir erzeugen damit Aufmerksamkeit“, sagt der Wirtschaftsbeigeordnete. Während der Preisverleihung etwa, zu der viele wichtige Wirtschaftsleute kämen, falle Magdeburg auf und hinterlasse eine positive „Duftmarke“.

Auch würden Unternehmen, die nach Standorten suchten, auf solche Beurteilungen, wie sie der Titel „Premier-Kommune des Jahres“ biete, achten. „Und wir können als Stadt neue Netzwerke knüpfen, etwa mit den Unternehmen, die von der Oskar-Patzelt-Stifung ausgezeichnet wurden“, sagt Nitsche.

Eines ist für den Wirschaftsbeigeordneten noch wichtig: „Die Auszeichnung ist das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen für den Wirtschaftsstandort Magdeburg.“ Von den Verwaltungen und der Politik über die Kammern bis hin zu den Kooperationspartnern der Stadt hätten alle ihren Beitrag dazu geleistet. Auch diese Vernetzung innerhalb Magdeburgs sei wichtig für eine erfolgreiche Förderung.