Magdeburg l Ein Großeinsatz mit Betonmischern ist von 23. Oktober 2020, 15 Uhr, bis 24. Oktober 2020, 11 Uhr, für die neue Pylonbrücke über die Alte Elbe in Magdeburg geplant. In der Zeit ist mit Stau und Lärm zu rechnen. Zwar bleibt der Strombrückenzug geöffnet, Autofahrer werden aber gebeten, auf den Nordbrückenzug auszuweichen. 

Damit die rund 175 Fahrten mit Betonmischfahrten problemlos laufen, wird in der Zeit der Betonage auch die Sternbrücke bereit gehalten, wie es in einer Mitteilung der Magdeburger Stadtverwaltung weiter heißt. Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra sagte auf Nachfrage der Volksstimme: "Diese Strecke ist aber nur für die Betontransporte und nur für den Havariefall vorgesehen."

Keine Pause für Betonarbeiten

Der Grund: Der Beton für das Fundament müsse aus statischen Gründen in einem Großeinsatz eingebracht werden. Der Strom an Beton dürfe nicht unterbrochen werden, da sonst der Betonverbund nicht mehr gewährleistet werden könne.

Für die Arbeiten werden neben den Fahrmischern auch Betonpumpen, Turmdrehkräne oder Verdichtungsgeräte zum Einsatz kommen. Das Baufeld wird für die Arbeiten umfangreich beleuchtet. 

Bei den Betonarbeiten geht es um das Fundament des Widerlagers der neuen Pylonbrücke in Nachbarschaft zur derzeit gesperrten Einfahrt zum Stadtpark. Verbaut werden etwa 1400 Kubikmeter Beton.

Material aus dem Umland

Für diese und die kommenden Großbetonagen wurde eine Liefergemeinschaft von drei Betonlieferwerken in der Nähe gebildet. Das Material kann aus Biederitz, Osterweddingen oder aus der Saalestraße im Norden Magdeburgs bezogen werden. Voraussichtlich Mitte November wird für das östliche Widerlager-Fundament der neuen Zollbrücke eine weitere Großbetonage notwendig sein, kündigt die Magdeburger Stadtverwaltung an. 

Der fertige Pylon wird rund 60 Meter in die Höhe ragen. Die zu Litzen verbundenen Stahlseile werden einen großen Teil der Last der Brücke aufnehmen. 

Zuletzt war bekannt geworden, dass das gesamte Brückenbauwerk teurer wird. Rund 38 Millionen Euro mehr als die bislang veranschlagten 120 Millionen Euro werden benötigt.