Magdeburg (kt) l Knallbunt und markant – der vom Magdeburger Stadtbaurat und weltberühmten Bauhaus-Architekten entworfene Kiosk, der in den 1920er Jahren das Stadtbild prägte, soll als mobile Variante nachgebaut und als Präsentations- und Verkaufsraum für Künstler der Region nach Magdeburg zurückkehren. Von diesem Ansinnen überzeugte die Linke eine Ratsmehrheit. Bei Gegenstimmen aus der AfD und einigen Enthaltungen der CDU stimmte der Stadtrat dem Antrag der Fraktion auf eine „Stadtmöblierung in Taut-scher Anmutung“ zu.

Start mit Pilot-Kiosk

Zuvor hatte der Magdeburger Finanzbeigeordnete Klaus Zimmermann (CDU) gegen den Beschluss interveniert, zumindest bis zu den Haushaltsberatungen im Dezember. „Für Planung und Herstellung sind Beträge nötig, die haushaltsrelevant sind.“ Kulturausschusschef Oliver Müller (Linke) verwies darauf, dass es zunächst nur um den Bau eines Modells für geschätzt 25.000 Euro ginge, als Kiosk-Pilotprojekt im Rahmen einer Machbarkeitsstudie. Kommt der Kiosk an, könnten weitere Modelle an verschiedenen Standorten in Magdeburg platziert werden.

Eine große Ratsmehrheit stimmte dem Pilotprojekt zu und kann sich von der Wiederkehr des Taut-Kiosks als Ort regionaler Kunst- und Kulturpräsentation eine Belebung Magdeburgs gut vorstellen.