Magdeburg (dpa) l Ein Verfahren wegen versuchten Mordes geht am 16. Januar vor dem Landgericht Magdeburg in die zweite Runde. Verantworten muss sich ein mittlerweile 38 Jahre alter Mann, den das Gericht im Februar 2019 zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt hatte. Zudem hatte die 1. Strafkammer die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt sowie die Zahlung eines Schmerzensgelds in Höhe von 10.000 Euro an das Opfer , angeordnet, dem er ein Messer in den Hals gerammt hatte. Gegen das Urteil hatte der Mann Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob es zum Teil auf.

Die BGH-Richter bemängelten, dass die Höhe des Schmerzensgeldanspruchs nicht ausreichend begründet worden sei. Außerdem muss noch einmal geprüft werden, ob für die Anordnung der Unterbringung in einer Entziehungsanstalt eine ausreichende Gefahrenprognose vorliegt. Die Verurteilung zu der Haftstrafe wurde nicht beanstandet und ist bereits rechtskräftig.

Die Tat hatte sich am 18. September 2018 ereignet. In einem Supermarkt am Olvenstedter Platz hatte der Mann seiner Ex aufgelauert und ihr ein Messer in den Hals gerammt.

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