Magdeburg l 3, 2, 1, los! Jetzt zeigt sich, wer seinen Lego-Roboter solide programmiert hat. Immer zwei Teams treten zweieinhalb Minuten gegeneinander an, die Spielfelder sind identisch. Jedes Team muss sich vorher eine Strategie überlegen, mit welchen Mitteln eine Auswahl der Aufgaben auf dem Spielfeld gelöst werden. Die Teams dürfen an ihren Roboter-Fahrzeugen nur Werkzeuge wechseln. Der Roboter, der die Aufgaben am schnellsten und besten gelöst hat, gewinnt. Und natürlich das Team, das ihn programmiert hat.

19 Teams, darunter vier aus Magdeburg, sind am 13. Januar 2018 beim 13. First-Lego-League-Regionalwettbewerb im Gebäude 22 der Otto-von-Guericke-Universität an den Start gegangen. Ausgerichtet wurde er von der Informatik-Fakultät der Uni gemeinsam mit der Hochschule Merseburg, der ZPVP-GmbH und dem Verein „Hands on Technology“. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern.

Und das gelingt. Alle Teams sind konzentriert bei der Sache. Hat der eigene Roboter auf dem Spielfeld eine Aufgabe gut gelöst, wird lautstark gejubelt, gerät er ins Stocken, gibt es angespannte Gesichter. Etwa bei den Magdeburger „Einstein-Tüftlern“, die für das Einstein-Gymnasium ins Rennen gingen. Neun Mitglieder hat die Arbeitsgemeinschaft, die von Manuela und Matthias Kunze betreut wird. Einmal in der Woche trifft man sich, in den Ferien jeden Tag. Seit Mai wurde an dem Wettbewerbs-Roboter und einer Strategie gearbeitet, erzählt Manuela Kunze.

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Punkte für Schnelligkeit und Sicherheit

Bewertet wird aber nicht nur, wie schnell und sicher der Roboter arbeitet, sondern auch, wie er gestaltet ist. Je interessanter, desto mehr Punkte gibt es. Und die Gruppen müssen sich bei der First-Lego-League auch mit einem Forschungsprojekt befassen. Das zentrale Thema in diesem Jahr ist „Wasser“. Während des Wettbewerbs müssen die Teams ihre Wissenschaftsprojekte präsentieren.

Die Einstein-Tüftler haben darüber nachgedacht, wie man Löschwasser dort hinbringen kann, wo die Feuerwehr nur schlecht hinkommt, etwa bei Bränden auf der Autobahn. Ihr Lösung: mit einem Schwarm Drohnen. Die sechs Mitglieder der „Editha-Robots“ vom Editha-Gymnasium haben erforscht, wie Wasser am besten transportiert und gefiltert werden könnte. Die „Destroyer“ vom Guerickianum des Schulforschungszentrums der Otto-von-Guericke-Gesellschaft haben sich mit hydraulischen Systemen befasst und wie man sie am besten einsetzen könnte.

Semifinale in Leipzig

Wer die meisten Punkte aus allen Wettbewerbsbereichen erzielt, hat gewonnen und kann am Semifinale der First-Lego-League in Leipzig teilnehmen. Die „Einstein-Tüftler“, das Team „DynaMINT“ aus Wolfsburg und die „1...2...Roboter“ aus Oebisfelde haben am Sonnabend dieses Ziel erreicht.

Wettbewerbs-Organisatorin Manuela Kanneberg vom „Institut für Intelligente Kooperierende Systeme“ der Magdeburger Uni ist mit dem Verlauf des Wettbewerbs zufrieden. „Es war wieder sehr spannend, und durch die Unterstützung von vielen ehemaligen Lego-League-Teilnehmern bei der Organisation hat alles bestens funktioniert.“ Dabei war es in diesem Jahr ein besonders großes Teilnehmerfeld.

Normalerweise starten nur zwölf Teams, aber da das Interesse groß war, wurden 19 Teams zugelassen, die dann von zwei Jurys bewertet wurden. Die Schiedsrichter kamen übrigens von dem Magdeburger Unternehmen „Q-fin“. Laut Manuela Kanneberg hatte der Magdeburger Roboter-Wettbewerb in diesem Jahr ein besonders starkes Mittelfeld, was auf ein hohes Niveau der meisten Teilnehmer-Teams schließen lasse.