Magdeburg l Pünktlich um 14.30 Uhr war es am 16. April 2019 soweit: Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper übergab den wieder erbauten Sportlertreff „Seilerwiesen“ an die Magdeburger. „Mit dem Neubau steht den Nutzern des Sportkomplexes „Seilerwiesen" ein modernes Gebäude zur Verfügung“, sagte er.

In direkter Nähe zum Adolf-Mittag-See hat die Stadtverwaltung Magdeburg einen Ersatz für das beim Hochwasser 2013 stark beschädigte Gebäude des Kulttreffs für Sportler entstehen lassen. Vor allem die Bauweise - das neue Funktionsgebäude steht auf Stelzen - schindet Eindruck beim Betrachter.

Steiniger Weg zum Neubau

Bis zum Ergebnis war es ein recht steiniger Weg für alle Beteiligten. Seit dem Hochwasser war das Gebäude nur eingeschränkt nutzbar. Somit war weder ein ordentlicher Gastronomiebetrieb, noch das Nutzen der Duschen und Umkleiden möglich. Thema waren auch die künftigen Gebühren für den Gaststättenpächter.

Ein Problem für den Neubau stellte die Bewilligung von Fördergeldern dar. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro. Jedoch weigerten sich die Fördermittelgeber, in diesem Fall die Investionsbank Sachsen-Anhalt, für die Kosten der bereits erwähnten Stelzen, eine Präventivmaßnahme, aufzukommen.

Neue Lagerflächen unter dem Haus

Hinzu kam, dass die neue Nutzfläche kleiner ausfällt als bei dem vorherigen Gebäude. Jedoch signalisierte die Stadtverwaltung damals, dass man durch die Optimierung der Grundrisse dafür Sorge tragen werde, dass alle bisherigen Funktionen und Nutzer wieder im Ersatzneubau integriert würden. Umfasste der Gemeinschaftsraum vor dem Abriss 96 Quadratmeter, sind es im neuen Objekt nur noch 65 Quadratmeter. Einen Vorteil brächten jedoch die Stelzen mit sich, denn dadurch würden Lagermöglichkeiten unter dem Gebäude entstehen, die vorher nicht vorhanden waren.

In naher Zukunft sollen auf dem Gelände unter anderem wieder Sportabzeichenabnahmen, sowie Wettbewerbe im Rahmen der Stadtjugendspiele stattfinden.

Übrigens: Auch an anderen Stellen des Stadtparks sind Spuren des Hochwassers noch erkennbar. 2016 gab es drei große Baustellen. Und derzeit ist noch der Neubau eines Hotels im Gange.