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  7. Mit Visualisierung: Start für Großprojekt in Magdeburg: Neugestaltung rund um Stadthalle und Hyparschale beginnt

Mit Visualisierung Vom Parkplatz zur Plaza: Wie Magdeburgs Rotehorninsel bis 2030 zur Eventmeile wird

Neues Kapitel in Magdeburg: Der Startschuss für eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre ist gefallen. Die Neugestaltung des Areals rund um Stadthalle und Hyparschale beginnt. Was zuerst gebaut wird.

Von Karolin Aertel Aktualisiert: 29.10.2025, 09:08
Die Modernisierung des Areals rund um Stadthalle und Hyparschale in Magdeburg hat begonnen. Stadtratsvorstand Stefan Bublitz (von links),  Wirtschaftsminister Sven Schulze, Oberbürgermeisterin Simone Borris, Wirtschaftsbeigeordnete Sandra Yvonne Stieger und Landschaftsarchitekt Matthias Därr haben mit einem symbolischen Spatenstich den Umbau offiziell eingeleitet.
Die Modernisierung des Areals rund um Stadthalle und Hyparschale in Magdeburg hat begonnen. Stadtratsvorstand Stefan Bublitz (von links), Wirtschaftsminister Sven Schulze, Oberbürgermeisterin Simone Borris, Wirtschaftsbeigeordnete Sandra Yvonne Stieger und Landschaftsarchitekt Matthias Därr haben mit einem symbolischen Spatenstich den Umbau offiziell eingeleitet. Foto: Karolin Aertel

Magdeburg. - Jetzt wird nicht mehr nur geplant, jetzt wird gebaut: Die Neugestaltung des Areals rund um Stadthalle, Hyparschale und Heinrich-Heine-Platz hat begonnen. Rund 24,5 Millionen Euro kostet das Großprojekt. Bis zum Festival der Moderne im Jahr 2027 sollen bereits Parkplatz, Promenade und eine große Event-Plaza mit Blick auf den Magdeburger Dom fertiggestellt sein.

Der Abschluss des Bauvorhabens ist für 2030 avisiert. Entstehen soll ein Areal, das Kultur, Architektur und Natur vereint – und mit seiner Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinausreicht.

Am Dienstagnachmittag, 28. Oktober 2025, fiel dafür der symbolische Startschuss: Mit einem feierlichen Spatenstich gaben Oberbürgermeisterin Simone Borris, Wirtschaftsminister Sven Schulze, Wirtschaftsbeigeordnete Sandra Yvonne Stieger und zahlreiche Gäste das Signal für den Beginn der Bauarbeiten. Damit wird eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre offiziell eingeläutet.

Neuer Parkplatz mit E-Ladesäulen und knapp 600 Stellplätzen entsteht

Den Auftakt bildet der Bau eines neuen Parkplatzes – dort, wo bis 2015 die Messehallen standen. Geschaffen werden 594 Stellplätze, darunter 17 Behindertenparkplätze und 35 Plätze mit E-Ladesäulen.

Visualisierung der Umfeldgestaltung rund um die Stadthalle und Hyparschale in Magdeburg. Die rote Linie markiert den geplanten Bereich.
Visualisierung der Umfeldgestaltung rund um die Stadthalle und Hyparschale in Magdeburg. Die rote Linie markiert den geplanten Bereich.
Visualisierung: Därr Landschaftsarchitekten

Busse werden auf diesem Parkplatz allerdings nicht mehr parken, sondern in einer nördlichen Verbindungsstraße. Diese wird in einem späteren Bauabschnitt geschaffen. Sie verbindet künftig die Stadtparkstraße mit dem kleinen Stadtmarsch und führt vorbei am Landesfunkhaus des MDR - eine klare Verkehrsführung, die das Areal entlasten und zugleich besser anbinden soll.

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Promenade verbindet Stadthalle und Hyparschale – Flaniermeile im Rotehornpark

Neben dem Parkplatz gehört das Anlegen einer Promenade zum ersten Bauabschnitt. Sie soll die Stadthalle, die seit 2020 saniert wird, und die bereits fertig sanierte Hyparschale flankieren - und so miteinander verbinden. Die Promenade schafft eine Achse, die das neue Areal öffnet und zum Flanieren einlädt – ein neues Band zwischen den kulturellen Wahrzeichen im Rotehornpark Magdeburg.

Event-Plaza für Open-Air-Konzerte mit Blick auf Magdeburger Dom und Elbe geplant

Im zweiten Abschnitt entsteht das Herzstück der Neugestaltung: eine Event-Plaza zwischen Stadthalle und Hyparschale. Sie soll künftig Platz für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen unter freiem Himmel bieten – geplant als neuer Treffpunkt für Magdeburgs Kulturleben, wo bis zu 11.000 Gäste mit Blick auf Dom und Elbe feiern können.

Wasserspiele und Aufenthaltsqualität: So wird die Plaza belebt

Da die Fläche gänzlich versiegelt wird, sollen Wasserspielen in veranstaltungsfreien Zeiten für Abkühlung und Bewegung sorgen.

Zentrale Wegeachse: Promenade verknüpft alle wichtigen Orte im Park

Ebenfalls in dieser zweiten Bauphase wird der südliche Promenadenabschnitt angelegt werden.

Final soll die Promenade dann eine Brücke schlagen zwischen den Platzflächen vor dem Albinmüller-Turm, dem Festplatz, dem Freibereich der Hyparschale und dem nördlich gelegenen Parkplatz. Als Flaniermeile bildet sie die zentrale Wegeachse des neuen Areals.

Dritter Bauabschnitt: Festplatz und Heinrich-Heine-Platz werden neu gestaltet

Nach Fertigstellung von Parkplatz, Promenade und Event-Platz folgt der dritte Bauabschnitt mit der Neugestaltung des Festplatzes und des nördlichen Heinrich-Heine-Platzes. Die Umfahrung des Platzes ist künftig nicht mehr allen Stadtparkbesuchern gestattet, sondern soll künftig nur noch Besucher der Stadthalle sowie Bussen, Taxen und Rettungsfahrzeugen vorbehalten sein.

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Bis März 2027: Fertigstellung pünktlich zum Festival der Moderne

Alle drei Bauabschnitte sollen bis März 2027, pünklich zum geplanten Festival der Moderne abgeschlossen sein.

Weitere Bauphasen bis 2030: Vollendung des Areals als Kulturraum

Doch damit ist das Projekt noch nicht am Ziel: In den anschließenden Bauphasen vier und fünf wird der Kleine Stadtmarsch mit einer neuen Verbindung zur Stadtparkstraße ausgebaut. Auch der restliche Heinrich-Heine-Platz wird dann fertiggestellt.

Spätestens 2030 soll das gesamte Areal vollendet sein – als barrierefreier, moderner Freiraum mit viel Platz zum Flanieren, Verweilen und Feiern.

Wir schaffen einen offenen, lebendigen Stadtraum, der die Stadthalle und die Hyparschale stärker ins Zentrum rückt und gleichzeitig die gesamte Rotehorninsel aufwertet.

Simone Borris, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Magdeburg

„Wir schaffen hier einen offenen, lebendigen Stadtraum, der die Stadthalle und die Hyparschale stärker ins Zentrum rückt und gleichzeitig die gesamte Rotehorninsel aufwertet“, erklärt Oberbürgermeisterin Simone Borris. Mit einer Gesamtinvestition von rund 24,5 Millionen Euro setze Magdeburg ein klares Zeichen für die Zukunft dieses bedeutenden Kultur- und Veranstaltungsortes – und lege zugleich das Fundament für das Festival der Moderne 2027.

Finanzielle Unterstützung gibt's vom Land Sachsen-Anhalt. Mit 21 Millionen Euro werde das Großprojekt gefördert. Wirtschaftsminister Sven Schulze, betonte, dass eben nicht denken dürfe, dass Kommunen sowas allein stemmen können. „Und eine Stadt wie Magdeburg hat manchmal eben größere Herausforderungen als manche Kommunen im ländlichen Raum“, sagte er mit Blick auf das derzeitige Brücken-Debakel.

3,5 der insgesamt 24,5 Millionen Euro muss die Landeshauptstadt selbst tragen – vorausgesetzt, es kommt nicht zu erheblichen Kostensteigerungen oder teuren Überraschungen. Während Oberbürgermeisterin Simone Borris mit Blick auf die Einhaltung des Kostenrahmens eher skeptisch ist, zeigt sich Wirtschaftsbeigeordnete Sandra Ivonne Stieger zuversichtlich: Bislang liege alles im kalkulierten Rahmen.

Hinter den nüchternen Zahlen steckt ein ambitioniertes Vorhaben, das Magdeburg kulturell ins Rampenlicht rücken soll.

Festival der Moderne 2027: Magdeburg feiert 100 Jahre Stadthalle, Hyparschale und Theater-Ausstellung

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens von Stadthalle, Albinmüller-Turm und Pferdetor – einst Teil des Ausstellungsgeländes der Deutschen Theater-Ausstellung – feiert Magdeburg von Mai bis Oktober 2027 ein großes Festival der Moderne.

Das Event soll Kultur, Geschichte und Zukunftsfragen miteinander verbinden – und dem neu gestalteten Areal auf der Rotehorninsel eine Bühne mit Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinaus geben.