Konzerte am 19. und 20. Februar 2026 Sturm, Abschied und große Gefühle beim Sinfoniekonzert im Magdeburger Opernhaus
Das 6. Sinfoniekonzert der Magdeburgischen Philharmonie verbindet Werke von Haydn, Mozart und Elgar zu einem intensiven Orchesterabend.

Magdeburg. - Manche Konzertprogramme erzählen mehr als nur Musikgeschichte. Sie schlagen emotionale Bögen, verdichten Stimmungen und lassen Epochen miteinander sprechen. Das 6. Sinfoniekonzert im Opernhaus des Theaters Magdeburg verspricht genau das – mit dramatischen Gegensätzen, innerer Unruhe und einem Werk, das wie ein leiser Abschied klingt.
Zwei g-Moll-Sinfonien als klanglicher Rahmen im Magdeburger Opernhaus
Gerahmt wird der Abend von zwei Sinfonien in g-Moll, die trotz ihrer formalen Nähe sehr unterschiedliche Welten eröffnen. Joseph Haydn setzt mit seiner Sinfonie Nr. 39 ein frühes Ausrufezeichen. Die ungewöhnliche Besetzung mit vier Hörnern verleiht dem Werk eine dramatische Färbung, die bereits auf spätere Entwicklungen bei Mozart vorausweist. Haydn, der mit dieser Sinfonie seinen Amtsantritt als Kapellmeister bei Fürst Esterházy markierte, zeigt sich temperamentvoll, ungestüm – nicht umsonst erhielt das Werk später den Beinamen „Tempesta di mare“.
Am anderen Ende des Programms steht Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner berühmten Sinfonie Nr. 40. Kaum ein Werk der klassischen Musik verbindet Leidenschaft und innere Zerrissenheit so eindringlich. Das prägnante Eröffnungsthema des ersten Satzes, getragen von der dunklen Grundfärbung der Tonart g-Moll, hat diese Sinfonie zu einem der meistgespielten und zugleich rätselhaftesten Werke Mozarts gemacht.
Elgars musikalischer Abschied im Mittelpunkt des Abends
Im Zentrum des Abends steht das Cellokonzert von Edward Elgar, ein zutiefst emotionales Werk. 1919 uraufgeführt, entstand es als Elgars letzte große Komposition – geprägt vom Ersten Weltkrieg und dem Gefühl einer untergegangenen Welt. Der melancholische Beginn des ersten Satzes kehrt am Ende des Werkes fast wörtlich zurück und verleiht dem Konzert einen geschlossenen, resignativen Abschiedsgestus.
Solist ist Adolfo Gutiérrez Arenas, der dem Magdeburger Publikum bereits bekannt ist. Nach seinem Auftritt 2018 entstand sogar eine gemeinsame CD mit der Magdeburgische Philharmonie. Am Pult steht Generalmusikdirektor Christian Øland.
Das 6. Sinfoniekonzert beginnen jeweils um 19.30 Uhr am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. Februar 2026, im Opernhaus des Theaters Magdeburg am Universitätsplatz 9.